Uran – Der dreckige Atom-Brennstoff

(Text von Armin Simon für .ausgestrahlt-Blog)
Lange bevor die erste Kilowattstunde Atomstrom fließt, sorgt Atomkraft rund um den Globus bereits für Berge an strahlenden Abfällen, Unmengen kontaminiertes Wasser und weiträumige Umwelt- und Gesundheitsschäden – durch Abbau und Aufbereitung des Uranerzes

Der Krebs kommt schleichend, unsichtbar. Er weht als radioaktiver Staub von den Halden der Uranbergwerke herüber, von den Sandkippen der Uranmühlen, er dringt als radioaktives Gas aus Stollen und Gruben und den Schlammteichen der Uranerzaufbereitungsanlagen aus.
Uran ist ein radioaktives, giftiges und erbgutveränderndes Schwermetall.
Es ist die einzige bekannte natürlich vorkommende Substanz, die zu einer Kernspaltungs-Kettenreaktion fähig ist. Alle laufenden Atomreaktoren und alle Atomwaffen nutzen Uran oder mit Hilfe von Uran erbrütete Elemente als Brenn- beziehungsweise Explosivstoff.
. . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog . . . 06.08.2020
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siehe zum Thema auch die Videos =>

Video links: Der gefaehrliche Abbau von Uran • 3sat-Doku vom 08.02.2008
Video rechts: Yellow Cake: Die Lüge von der sauberen Energie •
ARTE Doku • Am 22.09.2012 auf YouTube veröffentlicht

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und zum gesamten dreckigen Atomkreislauf, vom Anfang bis zum ungeklärten Ende, siehe die Videos =>

Video links: Atomkraft: Von der Mine bis zum Müll – Das geht uns alle an! •
Am 24.04.2014 auf YouTube veröffentlicht
Video rechts: SchwerpunktTHEMA Atommüll • BUNDjugend •
Am 12.02.2019 auf YouTube veröffentlicht


Video links: Wohin mit dem Atommüll? • Terra X Lesch & Co •
Am 09.11.2016 auf YouTube veröffentlicht
Video rechts: Strahlendes Vermachtnis – 100 000 Jahre Endlagerung •
Eine ARTE-Duku • Am 26.03.2012 von „Energie-Wende“ auf YouTube veröffentlicht

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Und sowas soll ein Beitrag zur Klimarettung sein ?
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Save the Date: Fahrrad-Demo rund um das Forschungszentrum Jülich am 29.08.2020

„Ob zivil oder militärisch –
gegen die Atomkraft wehr‘ di(s)ch!“

Fahrraddemo rund um das Forschungszentrum Jülich
am Samstag, 29. August 2020

11 Uhr: Auftakt Kuba / Bahnhof Jülich; Redebeiträge und Musik zum Auftakt.

12 Uhr: Start der Fahraddemo mit Zwischenkundgebung am Forschungszentrum.

14 Uhr: Abschlusskundgebung ETC; Redebeiträge, Musik und Volxküche Nordeifel.
Eine Teilnahme ist natürlich auch ohne Rad möglich, am Anfang und/oder Abschluss.

In Jülich ist nicht nur das Forschungszentrum ansässig, sondern auch die Firma Enrichment Technology Company (ETC); sie ist eine gemeinsame Tochter von Urenco und Areva.
ETC ist für die Erforschung und Entwicklung sowie den Bau der Gaszentrifugen zuständig, welche die Urananreicherung für Urenco überhaupt erst möglich macht.
Urenco betreibt unter anderem auch die Urananreicherungsanlage in Gronau.
Dort wird das Uran für den Betrieb in AKWs angereichert, gleichzeitig gilt diese Technologie als Schlüssel zur Atombombenherstellung.
Damit konterkariert das in Jülich ansässige Unternehmen nicht nur den angeblichen Atomausstieg, sondern steigert durch technische Entwicklungen die Gefahr der Verbreitung von Atomwaffen am Weltmarkt.
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hier => gibt´s den Flyer / Aufruf als pdf
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Kraftwerkblockade Weisweiler vom November 2017: Berufungsverfahren im November 2020 in Aachen

• Der Prozess wegen der Kraftwerksblockade in Weisweiler
geht in die nächste Runde

• Am 03., 05. und 09. November 2020
im Landgericht Aachen

Vielleicht erinnert Ihr euch:
Das Amtsgericht in Eschweiler sprach die Angeklagten in den wesentlichen Punkten frei und verurteilte nur wegen „Widerstands“. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Angeklagten gingen in Berufung.
Jetzt soll das Berufungsverfahren losgehen und der ganze Prozess noch mal von vorne aufgerollt werden.
Für den 03., 05. und 09.11.2020 sind drei weitere Verhandlungstage angesetzt. Diesmal beim Landgericht in Aachen.
Weiterhin bestehen bleibt das Zivilverfahren, in dem RWE Schadensersatz von ca. zwei Millionen Euro von den Angeklagten fordert.

wedontshutup.org haben einen kleinen Film gedreht, in dem die Angeklagten ihre Sicht auf das Verfahren und die Aktion darlegen und einer der Anwält*innen sowie die Sachverständigen und Zeug*innen zu Wort kommen, die die Angeklagten zu ihrer Verteidigung geladen hatten.
(Text von wedontshutup.org)
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siehe zum Thema auch =>
2:1 Sieg für Klimaaktivist*innen im Weisweiler-Prozess
um Kraftwerksblockade

. . . Publiziert am 4. Dezember 2019 von antiatomeuskirchen
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ARTE-Schwerpunkt zur Atomkraft: „Unser Freund, das Atom“ – Das Zeitalter der Radioaktivität

Diese Doku deckt in einer ausführlichen Chronik die Lügen der Atomindustrie auf:

Im März 2011 wurde der nukleargetriebene amerikanische Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ nach Japan beordert, um den Opfern des Tsunamis zu helfen. Dabei fuhr das Schiff durch die radioaktive Wolke von Fukushima – alle Soldaten an Bord wurden verstrahlt. . . . Die Dokumentation liefert eine umfassende historische Untersuchung von hundert Jahren Radioaktivität, erinnert an ihre Opfer, von den Eheleuten Curie bis Fukushima, und deckt die Lügen der Atomindustrie auf.
. . . weiterlesen bei => www.arte.tv
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siehe zum Thema auch =>
Arte-Schwerpunkt zur Atomkraft:Strapazierte Freundschaft
Seit dem Kalten Krieg war das Atom nie einfach nur ein Teilchen, sondern auch in der zivilen Nutzung stets Gegenstand von Propaganda. Arte dokumentiert den Prozess einer Entzauberung. . . . weiterlesen bei => www.sueddeutsche.de . . . 28.07.2020
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Polizeigewalt im Hambacher Forst: Die Gewalterfahrung und Widerstandsfähigkeit des Filmemachers Todde Kemmerich

Der Filmemacher Todde Kemmerich begleitet den Widerstand im Hambacher Forst seit Jahren.
(Links seine Doku „Eine Reise in die UnteRWElt“, veröffentlicht am 1.11.2017)
2016 machte er eine einschneidende Gewalterfahrung, die Aufarbeitung ist bis heute nicht abgeschlossen. Die TAZ hat ihn besucht:

Polizeigewalt im Hambacher Forst: In die Attacke gestolpert
Beim Protest gegen Braunkohleabbau wurde ein Filmemacher 2016 minutenlang mit dem Gesicht in den Boden gedrückt – ohne Konsequenzen für die Polizei. . . . weiterlesen bei => taz.de . . . 23.07.2020

Untenstehende Videos: Hambacher Forst – Hoch und Tiefbau Teil 1 und Teil 2


Video links: Hambacher Forst – Wie der Protest den Wald gerettet hat. Vorerst. • 10.10.2018
Video rechts: Hambacher Forst bleibt – Endet die Besetzung mit dem Kohlekompromiss? • 22.01.2020

Näxte Waldführung am und im „Hambi“ . . .
. . . mit Naturführer und Waldpädagoge Michael Zobel:
Sonntag, 16. August 2020 um 11:30 Uhr.
Infos bei => naturfuehrung.com/hambacher-forst
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Stoppt den Atomausstieg? Vom letzten Gefecht um die Atomkraft

In der ZEIT vom 15.07.20 erschien ein gemeinsamer Pro-Atom-Artikel von Rainer Moormann, Whistleblower aus Jülich, und Anna Veronika Wendland von „Nuklearia“ mit dem Titel: „Deutsche Klimastrategie: Stoppt den Atomausstieg!“.

Rainer Moormann ist auch bei uns bekannt.
So hielt er im Januar 2016 in Euskirchen mit Jürgen Streich den Vortrag „Das Jülicher Atomdebakel: Status – Hintergründe – Lösungsansätze“.
Zudem trat er bei mehreren Demos des Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ als Redner auf (hier und hier).
Jedoch, so ganz kann er wohl von seinem alten Steckenpferd nicht lassen . . .

Anna Veronika Wendland arbeitet für „Nuklearia“, einer Pro-Atom-Werbeseite, betrieben von Nuklearia e.V.. Beide gemeinsam schreiben die web-site „saveger6.de – Rettet Deutschlands Kernkraftwerke!“, die ebenfalls von „Nuklearia“ betrieben wird.

Muss mensch dazu mehr sagen, es kommentieren? Eine sehr gute Antwort darauf schrieb jetzt Wolfgang Pomrehn für TELEPOLIS:

Atomkraft: Das letzte Gefecht?
Nicht ganz unerwartet gibt es die ersten Rufe nach Verlängerung der AKW-Laufzeiten.
Die Argumente sind die ewig gleichen und immer noch falschen.
. . . weiterlesen bei => Telepolis . . . 17.07.20


Wir sehen also: Atomkraftwerke verbrauchen auf den gesamten Kreislauf hin gesehen ein ganze Menge CO2, auch ohne Neubau von AKW. Dazu kommt die Alterung und damit noch höhere, anwachsende Risiken eines GAUs. Zudem wird weiter Atommüll produziert, kein Mensch weiß bis heute, wohin damit.
Also: Keine gute Lösung fürs Klima und Umwelt.
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BI Ahaus übt heftige Kritik an der neuen Genehmigung für das Atommüll-Lager in Ahaus

Heftige Kritik übt die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ an der am 17.07.20 bekannt gegebenen Entscheidung der Bezirksregierung Münster zur Lagerung von „schwach- und mittelradioaktivem Müll“ in Ahaus.
Danach soll die ursprünglich für 10 Jahre erteilte und kommende Woche auslaufende Genehmigung bis zum Jahr 2057 verlängert werden.
Nach den Leitlinien der Entsorgungskommission ist die Sicherheit der Zwischenlagerung solcher Abfälle nur für einen Zeitraum von 20 Jahren gewährleistet. Größere Zeiträume sind nicht überschaubar. Demnach hätte das 2010 in Betrieb genommene Lager maximal bis 2030 genehmigt werden dürfen.

Bei der Genehmigung bis 2057 geht die BR Münster überdies davon aus, dass die Verbringung des in Ahaus lagernden Mülls in das geplante Endlager Schacht Konrad im Jahr 2027 beginnen könnte und bis 2057 abgeschlossen ist. Dies ist aber reines Wunschdenken, da die Inbetriebnahme von Schacht Konrad, die schon mehrmals verschoben worden ist, mehr denn je fraglich ist.

Außerdem weist die Bürgerinitiative darauf hin, dass das Lager in Ahaus insgesamt nur eine Betriebsgenehmigung bis zum Jahr 2036 hat. „Wir befürchten, dass die jetzige Genehmigung für schwach- und mittelradioaktiven Müll bis 2057 gleichzeitig ein Türöffner für die weitere Umwandlung des Ahauser Zwischenlagers in ein Dauerlager für Atommüll wird“, so BI-Sprecher Hartmut Liebermann.

Die Bürgerinitiative ruft zu einer ersten Protestaktion auf:
Am Sonntag, dem 26. Juli um 14 Uhr wird es vor dem Lager in Ahaus-Ammeln eine Mahnwache geben.
(PM)
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Baden-Württemberg erlaubt das Wiederanfahren des AKW Neckarwestheim II

• EnBW flickt bis zum Super-GAU

• „Neckarwestheimer Erklärung“ veröffentlicht

• „Politik darf nicht weiter die Atomkraft vor den Menschen schützen, sondern muss endlich die Menschen vor der Atomkraft schützen.“

Obwohl im AKW Neckarwestheim II in der Revision 2020 erneut ein Fortschreiten der Korrosion der Heizrohre gefunden wurde und trotz eines mit fundierten Gutachten unterlegten Stilllegungsantrag von BUND, BBMN und .ausgestrahlt hat die Landesregierung Baden-Württemberg heute willfährig das Wiederanfahren des AKW erlaubt!
Wir protestieren!
So fordern bundesweit insgesamt 38 Umweltschutz-Initiativen und Verbände in der „Neckarwestheimer Erklärung“:
(Mit Text von AG Atomerbe Neckarwestheim)

(Bild bitte anklicken zur ganzen pdf mit allen Unterzeichnenden)

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siehe zum Thema auch =>
Antrag auf Austausch der Dampferzeuger im AKW Neckarwestheim II
. . . Publiziert am 15. Juli 2020 von antiatomeuskirchen
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Antrag auf Austausch der Dampferzeuger im AKW Neckarwestheim II

• Mit zwei eigenen Gutachten will Umweltminister Untersteller eine Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Neckarwestheim II mit rissigen Rohren durchsetzen
• Gutachter des Umweltministeriums schweigen zu zentralen Kritikpunkten

Als Reaktion auf den Antrag des BUND Baden-Württemberg, des Bunds der Bürgerinitiativen mittlerer Neckar, der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt und vier Privatpersonen auf Austausch der Dampferzeuger im AKW Neckarwestheim hat das baden-württembergische Umweltministerium zwei Gutachten erstellen lassen. Diese ignorieren entscheidende Fakten, blenden nachgewiesene Schäden aus und orientieren sich nicht an Vorgaben des Kerntechnischen Regelwerks. Die drei Organisationen sprechen deshalb von Gefälligkeitsgutachten, die dazu dienen sollen, den Weiterbetrieb des Risiko-Reaktors sicherzustellen:

„Wir wissen nicht, ob es an einer schlecht formulierten Aufgabenstellung oder am Unwillen der Gutachter liegt, dass diese sich nicht mit den zentralen Kritikpunkten beschäftigen. Klar ist aber, dass die Gutachten des Umweltministeriums weitestgehend wertlos sind, da sie irreführende Annahmen treffen, entscheidende Fakten und Vorwürfe übersehen und missliebige Vorgaben des kerntechnischen Regelwerks einfach ignorieren. Das Umweltministerium muss seriös nachlegen. Weitere Gefälligkeitsgutachten, nur um den Weiterbetrieb des Risiko-Reaktors sicherzustellen, darf es nicht geben. Keinesfalls darf das Umweltministeriums vor dem Hintergrund dieser Gutachten den Weiterbetrieb des Risiko-Reaktors genehmigen. Dann bliebe nur der fromme Wunsch, dass nichts Schlimmeres passiert.“

Der Reaktorsicherheitsexperte Prof. Manfred Mertins, der im Auftrag der Umweltschützer*innen ein Gutachten zur Sicherheit des GKN II erstellt hat, äußerte sich im Interview mit dem am Freitag erscheinenden .ausgestrahlt-Magazin wie folgt:
„In Neckarwestheim II haben wir den Normalzustand definitiv verlassen und befinden uns auf der Sicherheitsebene 2 im gestörten Betrieb. Das Sicherheitskonzept sieht aber vor, dass ich da nicht bleiben kann. Ein AKW im gestörten Betrieb weiter zu betreiben, ist verboten. Das sagt die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA, und im deutschen Kerntechnischen Regelwerk steht das genauso drin.“

Jahrelange Korrosionsangriffe haben die Heizrohre in den Dampferzeugern massiv angegriffen. Es existiert keine technische Möglichkeit, sie so zu reparieren, dass keine weiteren Risse auftauchen können. Weitere derart gefährliche Risse sehenden Auges in Kauf zu nehmen, ist, anders als die Atomaufsicht behauptet, weder vom Kerntechnischen Regelwerk gedeckt noch entspricht es dem Stand von Wissenschaft und Technik für den sicheren Betrieb von Atomkraftwerken. Dies hat der Reaktorsicherheitsexperte Prof. Manfred Mertins in seinem Gutachten deutlich gemacht.

Das Umweltministerium muss dafür sorgen, dass die Schäden vor einer Wiederinbetriebnahme komplett behoben sind, Risse durch Spannungsrisskorrosion also keine Rolle mehr spielen. Dies ist nur durch einen Austausch der Dampferzeuger möglich, den die drei Organisationen mit ihrem Antrag an das Umweltministerium fordern.

• Hintergrund:
Der BUND Baden-Württemberg, die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt und der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) reichten am 19. Juni 2020 beim Umweltministerium Baden-Württemberg einen Antrag auf Entzug der Betriebserlaubnis des Atomkraftwerks Neckarwestheim II ein, behelfsweise auf Untersagung des Betriebs ohne vorherigen Austausch der vier defekten Dampferzeuger. Die Organisationen begründeten den Antrag unter anderem mit zwei Gutachten der Atomexperten Prof. Manfred Mertins und Dipl.-Ing. Helmut Mayer. Manfred Mertins legt dar, dass die Dampferzeuger irreparabel geschädigt sind und ein AKW mit geschädigten Dampferzeugern nicht betrieben werden darf. Ingenieur Helmut Mayer zeigt, dass es unverantwortbar ist, das Kraftwerk in diesem Zustand zu betreiben.
Als Erwiderung auf den Antrag der Umweltorganisationen hat das Umweltministerium zwei Gutachten in Auftrag gegeben und diese den Antragstellern am Montag, den 13. Juli zukommen lassen.
EnBW plant laut Strombörse, den Reaktor in der Nacht auf Samstag (18.07.) wieder in Betrieb zu nehmen.
(PM)
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siehe zum Thema auch das Interview mit Prof. Manfred Mertins =>
Im gestörten Betrieb zu bleiben, ist verboten
. . . .ausgestrahlt-Blog . . . 15.07.2020
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Fukushima-Petition: “Leiten Sie ‘kontaminiertes Wasser’ nicht ab!”

• Fischer der Präfektur Fukushima erheben verärgert ihre Stimmen

Im Februar 2020 erstellte ein Ausschuss der japanischen Regierung einen Bericht, in dem es heißt, dass das Ableiten großer Mengen von behandeltem kontaminiertem Wasser in den Ozean eine „realistische Option“ sei. So auch wenn es radioaktive Materialien wie Tritium enthält, wie das im TEPCO-Kernkraftwerk Fukushima Daiichi anfallende Wasser. Der Fischer Ono Haruo sagt: “Meine drei Söhne fischen auch. Sie werden zu kämpfen haben, wenn das Meer weiter verseucht wird.”

(Friends of Earth Japan • 10.07.2020)
FoE (Friends of Earth Japan) hat gerade ein umfangreiches Projekt am Laufen, um verschiedene Probleme rund um Fukushima “sichtbar” zu machen.
In diesem Rahmen haben sie einen Kurzfilm (siehe oben) über die Fischer in Fukushima erstellt.
Es geht um das Thema “Ableitung des kontaminierten Wassers ins Meer”.
Bitte diese Petition zum gleichen Thema mitzeichen!

Der Petitionstext ist auf Englisch. Im Folgenden eine deutsche Übersetzung des Texts, erstellt vom Anti-Atom-Netz Trier:

„Please do not throw the water generated by the Fukushima Nuclear Disaster into the sea“
„Wir fordern, dass kontaminiertes Wasser, das im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi gelagert wird, NICHT ins Meer eingeleitet werden darf und stattdessen an Land gelagert und verfestigt wird.
Die japanische Regierung beabsichtigt, mit ihrem Plan zur Freisetzung von radioaktiv verseuchtem Wasser in die Umwelt fortzufahren, das sich seit dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im Jahr 2011 angesammelt hat.
Gegenwärtig werden etwa 1,2 Millionen m³ (1m³ = 1.000 Liter) kontaminiertes Wasser gelagert. Dieses Wasser enthält Tritium (radioaktiver Wasserstoff) mit einer Strahlung von 860 Billionen Becquerel, die mit herkömmlichen Geräten wie ALPS nicht entfernt werden kann. Gegenwärtig enthalten mehr als 70% des in den Tanks gelagerten Wassers radioaktive Substanzen wie Strontium 90, Cäsium 137 und Jod 129, die die Emissionskonzentrationsnormen völlig überschreiten. Diese radioaktiven Substanzen können durch eine Nachbehandlung nicht vollständig entfernt werden. Die Regierung und die Tokyo Electric Power Company (TEPCO) haben erklärt, dass in den Werksgebäuden noch Tritium im Umfang von weiteren 1.200 Billionen Becquerel enthalten ist, was bedeutet, dass in Zukunft wahrscheinlich noch mehr kontaminiertes Wasser freigesetzt werden wird.
Anstatt das kontaminierte Wasser in den Ozean einzuleiten, erwägt die Regierung als weitere Option die Verdampfung des Wassers, aber die Einleitung in den Ozean wird derzeit als die bevorzugte Option angesehen. Die Zunahme der radioaktiven Verseuchung in der Umwelt bedroht das zukünftige Leben.
Die Fischergewerkschaften von Fukushima lehnen die Einleitung ins Meer entschieden ab. Für sie ist diese Bedrohung der Fischereiindustrie eine Frage von Leben und Tod. Auch in der Präfektur Ibaraki, unmittelbar südlich von Fukushima, gibt es starken Widerstand gegen die Einleitung ins Meer. Die Regierung besteht jedoch nach wie vor darauf, dass die Einleitung in die Umwelt die einzige Option sei. Die Behörden der Präfektur Fukushima haben symbolische öffentliche Anhörungen abgehalten und um öffentliche Stellungnahmen gebeten, aber sie haben vor, bis zum Sommer 2020 bekannt zu geben, dass das verseuchte Wasser in die Umwelt eingeleitet wird.
Mehrere zivilgesellschaftliche Gruppen in Japan sprechen sich dagegen aus und fordern, dass der Plan zur Einleitung ins Meer zurückgezogen wird und das verseuchte Wasser stattdessen an Land gelagert und verfestigt wird.“

April 22, 2020; Citizens’ Nuclear Information Center, No Nukes Asia Forum Japan, Friends of the Earth Japan
(Text von Anti-Atom-Netz Trier)
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ARD-Monitor zum Kohle“ausstiegs“gesetz: Viel Geld für wenig Klimaschutz


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Wieder neue Risse im AKW Neckarwestheim II

• Schadensmechanismus immer noch aktiv
• AKW läuft seit Jahren illegal im Störungsmodus
• Atomkraftgegner projizieren großen Riss auf die Reaktorkuppel:
„Riss-Reaktor abschalten bevor es kracht!“

Im AKW Neckarwestheim II haben sich nach Informationen der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt auch in den vergangenen Monaten neue Risse in den Dampferzeuger-Heizrohren gebildet. Das ist das Ergebnis der aktuellen Riss-Untersuchungen, über die weder EnBW noch das Umweltministerium bisher öffentlich informiert haben.
Atomkraftgegner fordern „Riss-Reaktor abschalten, bevor es kracht“ und projizierten in der Nacht auf Mittwoch einen gigantischen, wachsenden Riss auf die Reaktorkuppel.
Hierzu erklären Franz Wagner vom BBMN, Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND Baden-Württemberg und Armin Simon von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die erneuten Rissfunde belegen, dass das AKW Neckarwestheim II so nicht sicher betrieben werden kann. Die Dampferzeuger sind irreparabel vorgeschädigt, deshalb kann nichts mehr das Risswachstum stoppen. Erst vor wenigen Monaten hat die Reaktorsicherheitskommission ausdrücklich gewarnt, dass solche Risse jederzeit auch sehr schnell wachsen können. Reißt auch nur ein einziges der mehr als 16.000 Heizrohre ab, ist das bereits ein komplizierter Kühlmittelverluststörfall, der sich bei weiteren Schäden bis zum Super-GAU entwickeln kann.

Seit 2018 ist bekannt, dass der Reaktor im gestörten Betrieb ist. Damals wurden die ersten Risse entdeckt. Bis heute sind die vorgeschädigten Dampferzeuger nicht ausgetauscht worden. Ein AKW in einem derart gestörten Zustand weiter zu betreiben, widerspricht nicht nur dem deutschen Kerntechnischen Regelwerk, sondern missachtet auch international geltende Sicherheitsstandards. Das AKW hätte bereits 2018 nicht mehr ans Netz gedurft.

Was muss noch passieren, bis Umweltminister Untersteller (Grüne) dem Riss-Reaktor endlich den Stecker zieht? Die Atomaufsicht muss eine Wiederinbetriebnahme ohne vorherigen Austausch aller vier defekten Dampferzeuger untersagen.
Wann greift Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) ein und stoppt die Flickschusterei von EnBW in Neckarwestheim?“
(PM)
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siehe zum Thema auch =>
Sicherheit ist nicht verhandelbar:
Pannen-Reaktor Neckarwestheim-2 stilllegen

. . . Publiziert am 26. Juni 2020 von antiatomeuskirchen
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mehr Infos und Hintergrund findet Ihr hier =>
AKW Neckarwestheim . . . BUND Landesverband Baden-Württemberg
Protest am AKW Neckarwestheim: Flicken macht den Schaden nur noch größer . . . Veröffentlicht am 6. Juli 2020 von BBMN
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