„Klima schützen – Kohle stoppen – Dörfer retten“ – Breites Bündnis ruft zur Menschenkette am Tagebau Garzweiler auf

Im Vorfeld der Bundestagswahl ruft ein Bündnis aus Umweltorganisationen und Tagebau-
betroffenen zu einer Demonstration für den
Stopp des Braunkohleabbaus im Rheinland auf.
Am Tagebau Garzweiler soll am 7. August eine vier Kilometer lange Menschenkette die von der Zerstörung bedrohten Dörfer Lützerath und Keyenberg verbinden. Organisiert wird die Menschenkette von den Initiativen und Verbänden Alle Dörfer bleiben, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Campact, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland und NaturFreunde Deutschland.

„NRW-Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hält
unbeirrt am Klimakiller Kohle fest und heizt die Klimakrise so weiter an.
Noch immer will er den RWE-Konzern ganze Dörfer für die riesigen Braunkohletagebaue abbaggern lassen. Gegen diesen Irrsinn gehen wir auf die Straße“, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf. Deutschland
trägt eine historische Verantwortung an der Klimakrise. Doch sowohl CDU, CSU als auch SPD wollen den Klimakiller Kohle noch bis 2038 verfeuern. „Die Bundesregierung versagt beim Klimaschutz. Auch nach dem historischen Urteil des Bundesverfassungsgerichts weigert sich die Große Koalition, wirksame Klimaschutz-Maßnahmen zu beschließen, um das 1,5 Grad-Limit einzuhalten. So wird die junge Generation ihrer Freiheitsrechte beraubt.“

Die geplante Menschenkette markiert nach Angaben des Demo-Trägerkreises die maximal tolerierbare Grenze des Braunkohleabbaus, wenn Deutschland seinen Beitrag zur Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze leisten will. Nach Berechnungen des Deutsches Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dürfen im Tagebau Garzweiler nur noch etwa 70 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert werden, um das Klimalimit einzuhalten. Stattdessen aber plant der Energiekonzern RWE noch den Abbau von bis zu 600 Millionen Tonnen allein aus dem Tagebau Garzweiler. Dafür sollen die Dörfer Lützerath, Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich sowie Berverath zerstört werden.

Mit der Demonstration wollen die Organisationen ein deutliches Signal an die nächste Bundes-
regierung senden.
Sie fordern einen Kohleausstieg bis spätestens 2030 und den Stopp der weiteren Zerstörung von Natur, Landschaft und Dörfern für die Braunkohle. Die Zwangsumsiedlungen müssen gestoppt werden. Stattdessen muss die Regierung den Ausbau der Energie-
erzeugung aus Wind und Sonne massiv vorantreiben.
Bis 2035 müssen naturverträgliche erneuerbare Energien 100 Prozent unseres Strombedarfs decken.
(PM)
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hier gehts zum => Aufruf zur Menschenkette
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siehe zum Thema auch =>
https://kultur-ohne-kohle.de sowie www.klimacamp-im-rheinland.de
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. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . siehe auch =>

Campact – Eil-Appell: Schluss mit der Klima-Heuchelei von Laschet und der CDU
. . . Publiziert am 17. Juli 2021 von antiatomeuskirchen
Mit Videos der Verwüstung aus Euskirchen und der Eifel.
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taz-Bericht über Todde Kemmerich und die Polizeigewalt im Hambacher Forst

(Video vom RWE Tribunal in Lützerath • veröffentlicht am 21.06.2021)
Polizeigewalt im Hambacher Wald:
Prozess nach 4,5 Jahren

Filmemacher Todde Kemmerich hat das Land NRW wegen Polizeigewalt im Hambacher Wald verklagt. Sechs Stunden lang befragte das Gericht nun Zeugen. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 4. 8.2021
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Unwetter und Überflutungen auch in Belgien: Wie gefährlich ist das AKW Tihange?

Nach dem Unwetter in der Eifel und im Nachbarland Belgien wächst nun auch die Sorge, der marode Meiler Tihange könnte zur Gefahr werden. „Dieses mal haben die Dämme der Maas eine Überflutung des AKW Tihange noch verhindert, aber wer kann uns garantieren, dass dies beim nächsten,
extremeren Hochwasser auch noch der Fall sein wird?“
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siehe zum Thema auch =>
Gefahr von AKW Tihange-2 noch bis 2023
. . . Publiziert am 1. Juli 2021 von antiatomeuskirchen
. . . . . . . . . . und =>
Campact – Eil-Appell: Schluss mit der Klima-Heuchelei von Laschet und der CDU . . . Publiziert am 17. Juli 2021 von antiatomeuskirchen
Mit Videos der Verwüstung aus Euskirchen und der Eifel.
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Düsseldorfer Polizeikessel vom 26.06.2021 in einem Doku-Video

Chronologisches Video der Demonstration gegen das geplante Versammlungsgesetz zeigt erschreckende Szenen von Polizeigewalt und widerlegt NRW-Innenminister Reuls Angaben.

Für den 28. August 2021 hat das Protestbündnis eine weitere landesweite Großdemo in Düsseldorf gegen das geplante Versammlungsgesetz NRW angemeldet.
Zeigen wir mit einem starken und bunten Klima-Block dieser Landesregierung entschlossen die rote Karte!
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Hintergrund => Zur Kritik am Gesetzentwurf
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siehe zum Thema auch =>
Debatte im Landtag zur Demo gegen Versammlungsgesetz NRW – Reul und Laschet bleiben uneinsichtig . . . Publiziert am 1. Juli 2021 von antiatomeuskirchen
und =>
Weitere Klage gegen Düsseldorfer Polizeikessel vom 26.06.2021
. . . Publiziert am 17. Juli 2021 von antiatomeuskirchen
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Polizei attackiert Klimaschützer*innen von „Kreuzweg für die Schöpfung“

Ein bitterer Vorgeschmack auf neues NRW-Versammlungs-Gesetz

Der „Kreuzweg für die Schöpfung“ startete am 4.7.21 an den Atomanlagen in Gorleben. Ein Kreuz wird in 26 Etappen (ca. 470 km) nach Lützerath, einem akut bedrohten Dorf an der Tagebaukante Garzweiler getragen. Mit dieser gemeinsamen Aktion von Menschen aus der Anti-Atom-Bewegung und Menschen, die sich für den Kohleausstieg stark machen, soll ein Zeichen für einen konsequenten Klimaschutz und den Ausbau der Regenerativen Energien gesetzt werden.

Bei Schloss Oberwerries (Hamm / Westfalen) wurden sie durch die Polizei gestoppt. Die Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen haben dem Pilgerzug den religiösen Charakter abgesprochen. Michael Friedrich vom Organisationsteam: “Die Polizei hat uns unter Androhung von Pfeffersprayeinsatz das Weitergehen
verboten.”
Der Vorwurf lautet, es handle sich bei dem religiösen Kreuzweg um eine “nicht angemeldete, politische Versammlung”, u.a. weil politische Fahnen mitgeführt werden. Darauf ist zum Beispiel das Zitat “Diese Wirtschaft tötet.” von Papst Franziskus zu lesen.

Bei dem Polizeieinsatz wurde ein Rentnerehepaar von “Christians for future Aachen” von der Polizei zu Boden gestoßen. Der bekannte Waldpädagoge Michael Zobel wurde in Handschellen abgeführt. Der Kreuzträger Jonas wurde festgenommen und auf das Polizeipräsidium Hamm gebracht.
Nach Intervention mehrerer Pfarrer*innen beider großer Konfessionen durfte der Kreuzweg zwar weitergehen, aber mit der Auflage, ausschließlich explizit religiöse Fahnen und Transparente mitzuführen.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt, wenn unter NRWE-Innenminister Reul und NRWE-Kanzlerkandidat Laschet der Kreuzweg nun polizeilich angegangen wird, kurz bevor er das Kohlekraftwerk Datteln IV, die RWE-Zentrale in Essen und das Braunkohlerevier erreicht und nun auch bekannte Menschen aus dem Hambi-Protest mitpilgern . . .
Darum: Kommt am 28. August zur zentralen Großdemo gegen das Versammlungsgesetz NRW nach Düsseldorf – für einen starken und bunten Klimablock!!!
(Mit Material von https://kreuzweg-gorleben-garzweiler.de und SOFA)
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Campact – Eil-Appell: Schluss mit der Klima-Heuchelei von Laschet und der CDU

(aktualisiert am 22.07.2021)
Bitte jetzt hier klicken (Campact), informieren und unterzeichnen!
Sturzfluten, zerstörte Dörfer, über 100 Tote: Es sind grauenhafte Szenen, die sich im Westen Deutschlands abspielen – als Folge der Klimakrise. Kanzlerkandidat Armin Laschet nimmt die Katastrophe zum Anlass, ausgerechnet die Klimapolitik seiner CDU zu loben.
Dabei verhindert die Union seit Jahren effektiven Klimaschutz!
Mit dieser Klima-Heuchelei darf der Kanzlerkandidat nicht durchkommen. Darum:
Jetzt hier klicken (Campact), informieren und unterzeichnen!







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Weitere Klage gegen Düsseldorfer Polizeikessel vom 26.06.2021

Bündnis „Versammlungsgesetz NRW stoppen – Grundrechte erhalten!“ will Rechtswidrigkeit der Polizeieskalation feststellen lassen

Nachdem zwei Münsterländer Atomkraftgegner*innen schon Klage gegen ihre stundenlange Einkesselung sowie den Ausschluss aus der Versammlung durch die Polizei eingereicht hatten, zog das Bündnis „Versammlungsgesetz NRW stoppen – Grundrechte erhalten!“ am 15. Juli 2021 nach und hat am Verwaltungsgericht Düsseldorf Klage gegen das Land Nordrhein-Westfalen
wegen des unverhältnismäßigen Polizeieinsatzes am 26. Juni 2021 eingereicht. Ziel der Klage ist, dass das Anhalten des Demozuges, die Kesselung von rund 330 Demonstrierenden sowie der Ausschluss der gekesselten Teilnehmer*innen für rechtswidrig erklärt wird. Zudem wird die mehrstündige Freiheitsentziehung, sowie das Fehlen sanitärer Anlagen während des Freiheitsentzugs beklagt.

Jasper Prigge, Rechtsanwalt und Prozessbevollmächtigter, erklärt: „Die Polizei hat die Versammlung faktisch beendet. Die mit den Maßnahmen verbundenen Auswirkungen haben schwerwiegend in die Versammlungsfreiheit eingegriffen. Dieser Umgang mit den Demonstrierenden war unverhältnismäßig und daher rechtswidrig.“

Bündnissprecherin Gizem Koçkaya kommentiert: „Der notwendige demokratische Protest gegen das geplante autoritäre Versammlungsgesetz wurde niedergeknüppelt, stundenlang in einem menschenunwürdigen Kessel festgesetzt und mit Gewalt verhindert. Dieser illegale Angriff auf die Versammlungsfreiheit zeigt uns mit aller Deutlichkeit, dass dieses Versammlungsverhinderungsgesetz keinesfalls verabschiedet werden darf.“
Für den 28. August 2021 hat das Protestbündnis eine weitere landesweite Großdemo in Düsseldorf gegen das geplante Versammlungsgesetz NRW angemeldet.
(PM)
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Hintergrund => Zur Kritik am Gesetzentwurf
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siehe zum Thema auch =>
Debatte im Landtag zur Demo gegen Versammlungsgesetz NRW – Reul und Laschet bleiben uneinsichtig . . . Publiziert am 1. Juli 2021 von antiatomeuskirchen
und =>
Unverhältnismäßige Polizeigewalt auf Großdemonstration in Düsseldorf am 26.06.2021 . . . Publiziert am 27. Juni 2021 von antiatomeuskirchen
sowie =>
Großdemo in Düsseldorf: Tausende kommen für den Schutz der Versammlungsfreiheit in NRW zusammen
. . . Publiziert am 26. Juni 2021 von antiatomeuskirchen
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Klage gegen Düsseldorfer Polizeikessel (26.06.2021) eingereicht

• Zwei Münsterländer Atomkraftgegner*innen vor Verw.-Gericht Düsseldorf
• „Stundenlange Einkesselung war rechtswidrige Freiheitsberaubung“

Der harte Polizeieinsatz während der Demonstration gegen das geplante NRW-Versammlungsgesetz am 26. Juni 2021 in der Düsseldorfer Innenstadt hat ein jurististisches Nachspiel:
Zwei Münsterländer Atomkraft-
gegner*innen haben jetzt vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht Klage gegen ihre stundenlange Einkesselung sowie den Ausschluss aus der Versammlung durch die Polizei eingereicht.
Sie sehen in der ungerechtfertigten und vielfach kritisierten Polizeimaßnahme eine rechtswidrige Freiheitsberaubung. Die beiden Betroffenen werden vom Münsteraner Fachanwalt Wilhelm Achelpöhler vertreten.

Nach Aussage von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) vor dem Düsseldorfer Landtag wurden am 26. Juni 2021 gegen 18 Uhr insgesamt 328 Personen von der Polizei unter Einsatz von Schlagstöcken und Reizgas „eingeschlossen“, darunter 38 Minderjährige. Im Kessel mussten die Demonstrant*innen, darunter die beiden Klageführenden, mehrere Stunden ausharren, ohne dass die Polizei für die grundlegendsten sanitären Vorkehrungen sorgte. Ein konkreter Grund für die Einkesselung war nicht ersichtlich. Es war nicht einmal erkennbar, dass es zu diesem Zeitpunkt zu einem Polizeikessel kommen würde. Eine polizeiliche Auflösung der Versammlung hatte zuvor nicht stattgefunden.

„Zu der betreffenden Uhrzeit hatten sich die ursprünglichen Demo-Blöcke durch die Vielzahl der Polizeieinsätze gegen die Demonstration und gegen anwesende Journalist*innen längst vermischt. Die Polizei kesselte dann völlig undifferenziert und ohne konkrete Ankündigung willkürlich mehr als 300 Personen aus unterschiedlichsten Zusammenhängen ein, die dadurch mehrere Stunden lang festgesetzt wurden. Die Zustände im Kessel waren erschreckend unwürdig. Von daher gehen wir davon aus, dass das Verwaltungsgericht den Polizeikessel als rechtswidrig einstufen wird. Wir erklären uns mit den Betroffenen solidarisch und unterstützen sie juristisch,“ so Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

„Die Rechtfertigungsversuche von Innenminister Reul im Landtag wirkten wenig glaubwürdig. Was genau die eingekesselten Menschen konkret mit den Vorwürfen gegenüber einigen Demonstrant*innen zu tun haben sollen, blieb bislang unbeantwortet. Stattdessen haben Polizei und Landesregierung gezeigt, welche Macht zur Auflösung einer Demonstration sie gerne hätten. Von daher bleiben wir dabei, dass der Innenminister den verfassungswidrigen Entwurf für ein neues, scharfes Versammlungsgesetz zurückziehen muss – und dann die politische Verantwortung für den überzogenen Polizeieinsatz übernehmen und zurücktreten sollte,“ ergänzte Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland kündigen an, sich weiter an den Protesten gegen das geplante NRW-Versammlungsgesetz zu beteiligen. Die Initiativen erinnern daran, dass die schwarz-gelbe Landesregierung schon mehrfach Probleme mit der Ausübung der grundgesetzlich geschützten Versammlungsfreiheit hatte. So kritisierten Mitglieder der NRW-Landesregierung 2019 mehrfach die Aktivist*innen von Fridays for Future für ihre Proteste während der Schulzeit. 2020 versuchte die Landesregierung die Versammlungsfreiheit während der Corona-Pandemie per Verordnung gleich ganz auszuhebeln. Und auch jetzt wieder kritisierten der Innenminister und der Ministerpräsident Jugendliche dafür, dass sie an
der Demo gegen das geplante Versammlungsgesetz teilgenommen haben. Zudem wurden Journalist*innen bei der Demo von der Polizei angegangen. Offensichtlich möchte die Landesregierung breite gesellschaftliche Kritik an der eigenen Politik gerne unterbinden. Das sehen die Anti-Atomkraft-Initiativen als alarmierend.
(PM)
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siehe zum Thema auch =>
Debatte im Landtag zur Demo gegen Versammlungsgesetz NRW – Reul und Laschet bleiben uneinsichtig . . . Publiziert am 1. Juli 2021 von antiatomeuskirchen
sowie =>
Unverhältnismäßige Polizeigewalt auf Großdemonstration in Düsseldorf am 26.06.2021 . . . Publiziert am 27. Juni 2021 von antiatomeuskirchen
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BUND klagt erneut gegen Brennelemente-Exporte

Umweltrisiko Atomkraftwerk und Super-GAU ohne Umweltbezug?

Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Klage gegen die Ausfuhr von Brennelementen beim Verwaltungsgericht Frankfurt eingereicht. Zuvor hatte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Widerspruch des BUND gegen den Export von Brennelementen nach Belgien zurückgewiesen. Der Schutz von Mensch und Umwelt werde vom Atomgesetz nicht erfasst, da es an umweltbezogenen Bestimmungen fehle. Auch gehe von dem maroden Atomkraftwerk Doel keine Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland aus.

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: „Anstatt den wichtigen Sachverhalt inhaltlich zu prüfen hat es sich das Bundesamt leichtgemacht und gesagt, es fehle der Umweltbezug. Ohne Umweltbezug kein Klagerecht für anerkannte Umweltverbände. Ein Unfall mit katastrophalen Auswirkungen für Mensch und Natur ist aber bei jedem Atomkraftwerk jederzeit möglich. Und es geht hier um den Export von Brennelementen an marode belgische Atomkraftwerke nahe der deutschen Grenze. Die Entscheidung des BAFA ist für mich nicht nachvollziehbar. Daher lassen wir die Sache nun gerichtlich prüfen.“

Selbst das oberste Gericht in Belgien, der Belgische Verfassungsgerichtshof, hat in seinem Entscheid (Nr. 34/2020 vom 5. März 2020, Gz. 6328) die Laufzeitverlängerung von Doel 1 und 2 wegen fehlender Umweltverträglichkeitsprüfung für unrechtmäßig erklärt.

Klaus Brunsmeier, Landesvorstand des BUND NRW: „Laut dem BAFA hätten damit weder Privatpersonen noch Umweltverbände die Möglichkeit, die Rechtmäßigkeit von Atomexporten gerichtlich prüfen zu lassen, obwohl sie unmittelbar Leben und Umwelt bedrohen. Und gerade das AKW Doel ist bekannt für Rissbildung, besonders NRW wäre von einem Atomunfall der dortigen Pannen-Reaktoren betroffen. Wir fordern die sofortige Stilllegung der Urananreicherung und Brennelementeproduktion in Deutschland.“

Hintergrund

Der BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen hatte Anfang des Jahres Widerspruch eingelegt gegen die Ausfuhrgenehmigung von Brennelementen aus der Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen an belgische Reaktoren nahe der deutschen Grenze, erteilt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen wird vom französischen Konzern ANF AdvancedNuclearFuels GmbH/Framatome GmbH betrieben. Mit der unbefristeten Betriebsgenehmigung bleibt auch Deutschland – trotz seines Beschlusses zum Ausstieg aus der Atomenergie – immer noch mittelbar Teil der nuklearen Kette.
(PM)
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EU-Taxonomie: Konservative und Liberale wollen Greenwashing von Atomkraft

Atomkraft ist keine Zukunftstechnologie.
Der Atomstrom von heute ist der radioaktive Müll von morgen. Doch Europas Konservative und Liberale wollen das nicht wahrhaben.
Im Gegenteil: Wenn es nach Ihnen geht, soll der EU-Standard für nachhaltige Investitionen (die sogenannte
EU-Taxonomie) künftig auch Investition in Kernkraftanlagen umfassen. Damit bekämen Investitionen in Atomkraft ein Nachhaltigkeitslabel, ähnlich wie der Bau von Windrädern und Solaranlagen.
. . . weiterlesen bei => www.sonnenseite.com . . . 10.07.2021
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siehe zum Thema auch =>
Proteste vor den Vertretungen der EU-Kommission: „Raus mit Gas und Atom aus der EU-Taxonomie“
. . . Publiziert am 18. Juni 2021 von antiatomeuskirchen
und =>
BUND fordert: Nutzung von Wasserstoff aus Atomenergie darf nicht gefördert werden . . . Publiziert am 29. Mai 2021 von antiatomeuskirchen
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Rissgefahr im AKW Neckarwestheim weiter akut

• Zur heutigen Mitteilung des Umweltministeriums Baden-Württemberg zu den neuen Rissfunden im AKW Neckarwestheim-2 erklären Armin Simon von .ausgestrahlt und Franz Wagner vom
BBMN:

„Die erneuten Rissfunde belegen, dass im AKW Neckarwestheim-2 weiterhin korrosive Bedingungen vorherrschen. Der Schadensmechanismus, der bereits zu mehr als 300 zum Teil gefährlich tiefen Rissen geführt hat, ist weiterhin aktiv: Es haben sich sogar zweieinhalb
mal so viele Risse gebildet wie noch im Jahr zuvor. Auch Gutachter des Umweltministeriums haben inzwischen eingeräumt, dass Geschwindigkeit und Form, in der die Risse in Neckarwestheim wachsen, nicht vorhersehbar sind und dass – anders als das Umweltministerium behauptet – auch kein Nachweis vorliegt, der den Bruch von Reaktor-Rohren aufgrund unbemerkt wachsender Risse sicher ausschließt.* Im AKW Neckar-
westheim‑2 besteht somit weiterhin die akute Gefahr,
dass Rohre des Reaktorkreislaufs bersten, was ein schwerer Störfall ist.

Diese Gefahr besteht unabhängig davon, ob aktuell wenige flache oder viele tiefe Risse entdeckt wurden – entscheidend sind die korrosiven Bedingungen. Diese haben in Neckarwestheim bereits mehrere Hundert Risse plus Lochfraß an vielen Dutzend Stellen verursacht. Ganz offensichtlich handelt es sich also um einen systematischen Fehler. Lässt die Atomaufsicht den Reaktor in diesem Zustand ans Netz, nimmt sie einen schweren Störfall weiter billigend in Kauf. Das ist absolut unverantwortlich und zudem illegal. Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) muss die eklatante Missachtung der Vorschriften und Sicherheitsnormen in Neckarwestheim endlich beenden.

Mit dem Hinweis, es habe bisher keine Leckagen gegeben, führt das Ministerium die Öffentlichkeit absichtlich in die Irre. Denn auch das Ministerium weiß, dass rissige Rohre bereits bersten können, bevor es zu einem Leck kommt – darin liegt ja gerade die besondere Gefahr.

Auch die Behauptung des Umweltministeriums, man habe für die bislang tiefsten entdeckten Risse 2018 ‚nachgewiesen, dass selbst beim Auftreten eines (zu unterstellenden) Störfalls alle Dampferzeugerheizrohre den Belastungen standgehalten hätten‘ ist nachweislich falsch. Nach .ausgestrahlt vorliegenden Unterlagen haben EnBW und das Ministerium die damals gemessenen Risse vielmehr ‚über den gesamten Rohrumfang gemittelt‘ und somit unzulässig flachgerechnet. Das missachtet nicht nur die Vorgaben des Kerntechnischen Regelwerks, sondern sogar die Gesetze der Physik. Der angebliche ‚Nachweis‘ ist somit nichtig.

Die Gefahr in Neckarwestheim ist erst dann beseitigt, wenn der Schadensmechanismus sicher gestoppt und der systematische Fehler behoben ist. Dafür müssen die korrosiven Bedingungen in den Dampferzeugern des AKW restlos beseitigt werden. Dies kann etwa über einen Austausch der Dampferzeuger geschehen. Bis dahin muss der Reaktor ohne Wenn und Aber vom Netz bleiben.“
(PM)
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*Zitat aus dem im Auftrag des Umweltministeriums erstellten Gutachten des Physikerbüros Bremen vom 31.03.2021, S. 18: „… ist aus unserer Sicht ein diesbezüglicher mit der erforderlichen Aussagesicherheit versehener Nachweis nicht möglich. Hintergrund ist, dass sich der exakte räumliche Schadensfortschritt durch SpRK [Spannungsrisskorrosion] unter den jeweils lokal vorherrschenden Bedingungen nicht zuverlässig rechnerisch voraussagen lässt.“
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siehe zum Thema auch =>
Atomkraftgegner*innen beantragen einstweilige Anordnung zur Stilllegung des AKW Neckarwestheim-2
. . . Publiziert am 9. Juni 2021 von antiatomeuskirchen
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Gefahr von AKW Tihange-2 noch bis 2023

Tihange – Fahrplan für Ausstieg steht

Die Tage von Tihange 2 sind gezählt. Nun steht fest, dass der umstrittene Reaktor voraussichtlich im Februar 2023 endgültig abgeschaltet wird. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de . . . 1.7.2021
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