Schulzes Exportstopp-Pläne für Brennelemente: Auch deutsche AKW sind älter als 30 Jahre

Umweltministerin begründet geplanten Exportstopp für Brennelemente mit den Risiken von AKW, die älter als 30 Jahre sind.

Doch auch die sieben Reaktoren, die in Deutschland noch laufen, sind zwischen 31 und 35 Jahre alt. Das muss Konsequenzen haben. Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Der Gesetzentwurf von Bundesumweltministerin Schulze hat eine entscheidende Lücke: Die Ministerin geht davon aus, dass Atomkraftwerke, die älter als 30 Jahre sind, eine erhebliche Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Doch das trifft nicht nur für Reaktoren jenseits der Grenzen zu, sondern noch stärker für hiesige AKW. Denn die sieben in Deutschland noch laufenden Atomkraftwerke sind alle länger als 30 Jahre in Betrieb. Sie gingen zwischen 1984 und 1988 ans Netz.

Der Gesetzentwurf für den Exportstopp von Brennelementen ist damit begründet, dass alte AKW ein ‚Risiko schwerer Unfälle, Störfälle oder sonstiger für die kerntechnische Sicherheit bedeutsamer Ereignisse mit möglicher katastrophaler Auswirkung‘ bedeuten und es um die ‚Abwendung möglicher radiologischer Risiken für die in Deutschland lebende Bevölkerung‘ geht.

Den Betrieb von Atomkraftwerken im Ausland kann die Bundesregierung nicht stoppen. Deshalb greift sie zum Mittel des Export-Verbots für den Brennstoff. Doch hierzulande hat die Bundesregierung die Möglichkeit und die Pflicht, als oberste Atomaufsicht durchzugreifen und zu verhindern, dass die altersschwachen Reaktoren noch bis 2022 weiterlaufen. Sie müssen angesichts der Risiken jetzt abgeschaltet werden. Ministerin Schulze sollte dringend vor der eigenen Türe kehren.“
(PM)
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siehe zum Thema auch =>
Ankündigungs-Ministerin Svenja Schulze denkt über Exportstopp für Brennelemente nach
. . . Publiziert am 5. Dezember 2019 von antiatomeuskirchen
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Ankündigungs-Ministerin Svenja Schulze denkt über Exportstopp für Brennelemente nach

• Atomkraftgegner*innen fordern, auch Exporte von angereichertem Uran aus Gronau zu beenden
• Neuer Uranmülltransport Gronau-Russland bereits morgen?

Atomkraftgegner*innen sowie die Umweltverbände BBU und die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW werten die Ankündigung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), Brennelement-Exporte von der Brennelementefabrik Lingen an grenznahe AKW im Ausland verbieten zu wollen, als ersten wichtigen Schritt zu einem umfassenden Exportverbot für Uran und Brennelemente.
Ein Arbeitsentwurf des BMU sieht laut einer dpa-Meldung vor, dass keine Brennelemente mehr an AKWs geliefert werden sollen, die älter als 30 Jahre sind und näher als 150 km zur deutschen Grenze liegen. (Der Rest ist ungefährlich?)
Damit wären Exporte an die Pannenreaktoren in Tihange, Doel, Cattenom und Fessenheim zukünftig ausgeschlossen, aber eben auch an das AKW Borssele in den Niederlanden sowie die alternden Schweizer AKW Beznau, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt.

“Endlich kommt aus dem Bundesumweltministerium ein konkreter Entwurf zur Änderung des Atomgesetzes. Das ist ein erster und längst überfälliger Schritt. Nun dürfen die Groko in Berlin und die Landesregierungen in Hannover und Düsseldorf den Entwurf nicht zerreden, sondern wir fordern eine rasche Umsetzung. Dabei muss auch ein Exportverbot für angereichertes Uran aus der Urananreicherungsanlage in Gronau an diese grenznahen Reaktoren mit aufgenommen werden, damit es keine Lücken gibt. Das Ziel bleibt die Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen sowie der Urananreicherungsanlage Gronau,” erklärte Alexander Vent vom Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner*innen im Emsland.

Hubertus Zdebel (DIE LINKE) kommentiert: „Noch hat die Bundesregierung ja gar nichts beschlossen. . . . Allerdings bleibt Ministerin Schulze auf halbem Wege stecken. Denn die Uranfabriken in Gronau und Lingen blieben weiterhin vom Atomausstieg ausgenommen. Deshalb müssen die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen endlich in den Atomausstieg einbezogen werden. Beide produzieren Uranbrennstoff und sorgen dafür, dass weltweit AKWs weiterlaufen und somit neben Atomstrom auch Super-GAU-Risiken und hochradioaktiven Atommüll erzeugen. Es darf keine deutsche Beteiligung an der Atomenergienutzung mehr geben.
Dass eine Stilllegung dieser Uranfabriken möglich ist, haben schließlich Rechtsgutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums gezeigt. Das muss nun auch endlich umgesetzt werden.”

Neuer Uranmülltransport von Gronau nach Russland schon morgen?

Nach Informationen von Anti-Atomkraft-Initiativen gibt es Anzeichen dafür, dass der Betreiber der Urananreicherungsanlage Gronau, der deutsch-niederländisch-britische Urenco-Konzern, den derzeit vorbereiteten Abtransport von weiteren 600 t abgereichertem Uranhexafluorid (UF6) von Gronau nach Russland vom nächsten Montag evtl. auf den morgigen Freitag vorzieht.
Das Transportschiff, die Mikhail Dudin, befindet sich bereits in der direkten Anfahrt auf den Hafen von Amsterdam und wird nach letzten Infos nicht erst am Montag, sondern schon am morgigen Freitag dort eintreffen. Auch die Beladung der Bahnwaggons scheint in Gronau weitgehend abgeschlossen.

Für Montag sind bereits zahlreiche Protestaktionen im Münsterland und Ruhrgebiet angekündigt.
Beim letzten Transport am 18. November wurde der Uranzug im Münsterland durch Proteste für mehrere Stunden gestoppt.

“Es ist gut, dass das Bundesumweltministerium jetzt die skandalöse Exportpraxis der Uranindustrie in Deutschland bei den Brennelementen endlich ins Visier nimmt. Dazu gehören definitiv aber auch die unverantwortlichen Atommüllexporte der Urenco von Gronau nach Russland. Wenn dort jetzt vom staatlichen Atomkonzern Rosatom sogar der Bau von Schnellen Brütern zur Bewältigung der Uranmüllberge anvisiert wird, dann wird der Gronauer Uranabfall in Russland zu einem umfassenden Sicherheitsrisiko. Das muss sofort und endgültig unterbunden werden,” ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
(Mit Material von PMs)
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2:1 Sieg für Klimaaktivist*innen im Weisweiler-Prozess um Kraftwerksblockade

Das Amtsgericht Eschweiler hat heute, 04.12.2019, fünf Klimaaktivist*innnen zu geringen Geldstrafen verurteilt. Sie hatten vor zwei Jahren das Braunkohlekraftwerk Weisweiler blockiert. Die Klimaaktivist*innen bezeichneten das als einen “2:1 Sieg”, in zwei Anklagepunkten keine Strafe, in einem schon.

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siehe zum Thema auch =>
Urteil gegen Kraftwerksblockierer:
Schuldig gesprochen – und doch gefühlte Gewinner

Drei Männer und zwei Frauen legten ein RWE-Kohlekraftwerk lahm. Ein Gericht hat sie verurteilt – aber nur in einem von drei Punkten. Die Umweltaktivisten sollen 50 bis 60 Tagessätze à fünf Euro zahlen. . . . weiterlesen bei => www.spiegel.de . . . 04.12.2019
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Direkt-Infos zum Prozess bei => http://wedontshutup.org
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Am Sonntag, 8. Dezember 2019, näXter Sonntagsspaziergang im Hambacher Forst

Nein, es wird auch in der Adventszeit nicht ruhiger.

Dem Hambacher Wald wird systematisch das Wasser abgegraben, die Dörfer werden weiter abgerissen, Menschen werden weiter vertrieben und verlieren ihre Heimat, hier bei uns und auf der ganzen Welt.
Und was macht die Politik? Das Nichtstun und Aussitzen wird Methode, jeder Tag ohne ein echtes Kohleausstiegsgesetz ist ein verlorener Tag. Wir sollen mit einem geradezu lächerlichen Klimapäckchen ruhig gestellt werden.
Deshalb dürfen wir nicht nachlassen:

Sonntag, 8. Dezember, Wald statt Kohle,
Sonntagsspaziergang im und am Hambacher Wald.

Treffpunkt: 11.30 Uhr, Einfahrt zum Kieswerk Collas, an der Landstraße zwischen Buir und Morschenich, gegenüber der Mahnwache. Parkplätze vorhanden..
• ÖPNV, S-Bahnhof Kerpen-Buir, 20 Minuten zu Fuß, wir schicken bei Bedarf Shuttles
• keine Begrenzung der Gruppengröße, kein Teilnahmebeitrag
• Bitte normale Wanderverpflegung (auch Teller, Besteck, Tassen) selber mitbringen.

Mehr Infos bei: Michael Zobel, naturfuehrung.com

Wir werden ein paar Neuerungen versuchen, zum Beispiel je nach Teilnehmer*innenzahl mit mehreren Gruppen auf verschiedenen Routen gehen. Gegen Ende des Spazierganges kommen die Menschen wieder zusammen. Es geht wie immer um viele Themen, vor allem die Lage im und um den Wald soll in den Fokus genommen werden.
(Text von Michael Zobel)
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Österreich und Luxemburg blockieren EURATOM-Hintertür für Klimaschwindel – Deutschland enthält sich

Die überparteiliche Salzburger Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE) begrüsst, dass Österreich und Luxemburg soeben dem kommenden EURATOM-Forschungsprogramm ihre Zustimmung verweigert haben.
In den Erläuterungen zum von der EU-Kommission vorgelegten Forschungsprogramm war die Atomkraft als nachhaltig und als Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels bezeichnet worden.

„Diese Verquickung von atomarer Stromerzeugung und Bekämpfung des Klimawandels wird aktuell auf allen EU-Ebenen von der Kommission und den Atombetreiberstaaten massiv versucht. Das jüngste Beispiel sind entsprechende Bestimmungen in den Richtlinien der Europäischen Investitionsbank (EIB) für die Vergabe von Krediten zugunsten von Klimaschutzvorhaben,“ erinnert PLAGE-Sprecher Heinz Stockinger. „Wie wenig die Atomwirtschaft zur Vermeidung der Erderhitzung beitragen kann, hat unter anderen das Forum für Atomfragen (FAF) der österreichischen Bundesregierung längst in dem umfassenden Argumentarium Kernenergie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit gezeigt.“

In der Arbeitsgruppe, die nun mit einem Kompromiss eine Verabschiedung des EURATOM-Forschungsprogramms 2021-2027 ermöglichen soll, dürfe das Tandem Österreich-Luxemburg keinerlei Formulierung akzeptieren, die den Atomkraftwerken die von Frankreich und Co. vehement angestrebte Rolle als „Klimaretterin“ zuerkenne.

„Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass eine Industrie, die Katastrophen wie in Tschernobyl und Fukushima zu verantworten hat, nie und nimmer als nachhaltig gelten kann. Zudem gibt sie im Normalbetrieb nicht nur laufend behördlich genehmigte Mengen an radioaktiven Stoffen ab, sondern belastet mit ungeheuren Mengen von Abwärme auch noch das Klima!“ hält Atomgegner Stockinger fest. Einzig ihre Machtposition erlaube den Atomstaaten, permanent das Gegenteil von derart Offensichtlichem zu behaupten.

Dass Deutschland sich in der Abstimmung lediglich enthalten habe, wirft für die PLAGE die Frage auf, wie echt die deutsche Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hinter dem Atomausstieg stehe. „Wir setzen darauf, dass die deutschen Atomgegner ihre Regierung und die Bundestagsparteien zu einer eindeutigen kritischen Positionierung gegen das Klimamärchen der Atomstaaten bringen. In der EU-Arbeitsgruppe zum EURATOM-Forschungsprogramm muss Deutschland Farbe bekennen!“
(PM)
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siehe zum Thema auch =>
Greenwashing für Atomkraft verhindern
. . . Publiziert am 4. November 2019 von antiatomeuskirchen

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IPPNW und .ausgestrahlt starten gemeinsame Unterschriften-Aktion zur Olympiade in Tokio 2020

Keine olympischen Wettbewerbe in radioaktiv kontaminierten Regionen

Die japanische Regierung plant die Austragung olympischer Baseball- und Softball-Wettkämpfe in der Hauptstadt der Präfektur Fukushima –
50 Kilometer vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi entfernt.

In einer gemeinsamen Unterschriftenaktion fordern die Organisationen IPPNW und .ausgestrahlt den Verzicht auf die olympischen Wettbewerbe in Fukushima- City und eine Absage an den Fackellauf in den verstrahlten Gebieten der Präfektur Fukushima.
Die Unterschriftenaktion ist an das Internationale Olympische Komitee (IOC) und an die japanische Regierung adressiert. Die Unterschriften sollen sowohl an das IOC in Lausanne als auch direkt in Japan vor dem Beginn der Olympischen Spiele übergeben werden.

In nur 20 Kilometer Entfernung von den Reaktoren startet am 26. März 2020 im sogenannten J-Village der olympische Fackellauf, der durch offiziell dekontaminierte Gebiete führt, die jedoch bis heute von radioaktiven Hot-Spots übersät sind.

Dr. Alex Rosen, Vorsitzender der deutschen Sektion der IPPNW, ist einer der Initiatoren der Unterschriftenkampagne: “Wir rufen dazu auf, das Schicksal der Menschen in den verstrahlten Gebieten im Nordosten Japans nicht aus den Augen zu verlieren. Die havarierten Reaktoren und die großen Mengen an radioaktivem Fallout stellen weiterhin eine sehr reelle Gefahr dar. Menschen werden zudem dazu genötigt, in Regionen zurückzukehren, in denen sie zum Teil einer 20-fach erhöhten radioaktiven Belastung ausgesetzt sind. Das verstößt gegen geltendes internationales Strahlenschutzecht,” so Rosen.

Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt, weist darauf hin, dass es sich um „radioaktive Olympische Sommerspiele 2020“ handele, denn Japan leidet noch immer unter dem radioaktiven Fallout des mehrfachen Super-GAUs in Fukushima.

Gemeinsam wenden sich die Organisationen durch die Unterschriftenliste gegen den Versuch, mit den Olympischen Spielen der Weltöffentlichkeit Normalität in den verstrahlten Gebieten vorzuspielen.
(PM)
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Zur Unterschriftensammlung => https://www.ausgestrahlt.de/radiolympics
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Mehr Infos über die Kampagne “Tokyo 2020 – The Radioactive Olympics” unter => http://www.radioactive-olympics.org
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Hunderttausende weltweit beim Klimastreik am 29.11.2019

Über 630.000 Menschen streiken in ganz Deutschland

Bevor am Montag in Madrid die UN-Klimakonferenz beginnt, haben Hunderttausende weltweit für mehr Klimaschutz demonstriert. Allein in Berlin waren Zehntausende auf der Straße, einige gingen auch baden.
(Text von www.tagesschau.de)

Hier einige Eindrücke aus Köln, wo von über 100 Demos in NRWE mit rd. 20.000 Teilehmer*innen die landesweit größte Demo stattfand:

Am internationalen Protesttag für mehr Klimaschutz (29.11.2019) demonstrierten auch in Köln Tausende Teilnehmer. Aufgerufen dazu hat die Klimabewegung Fridays for Future. Die Teilnehmer fordern von der Bundesregierung mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung.
(Text von www1.wdr.de)
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Mehr Infos zum Klimastreik => www.klima-streik.org
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Einen Tag vor den Klimastreiks morgen, 29.11.2019: Greenpeace-Protest im Braunkohle-Tagebau Garzweiler

Vor den globalen Klimastreiks hat Greenpeace gegen die Klimapolitik der Bundesregierung protestiert.
Auf einem Schaufelradbagger im Braunkohletagebau Garzweiler (RWE) in Nordrhein-Westfalen entrollten Aktivisten ein 60 Quadratmeter großes Banner mit dem Aufruf
“Klimakrise: Kohle abschalten!”.

Gleichzeitig veröffentlichte Greenpeace dieses Video:

In Garzweiler fördert RWE jährlich 35 Millionen Tonnen Braunkohle, gut ein Fünftel der deutschen Gesamtfördermenge. Und füttert damit die zweit- und drittgrößten CO2-Emittenten in Europa: die angrenzenden Kraftwerke Neurath und Niederaußem. . . .
. . . RWE kann seine Tagebaue unbeirrt vergrößern – Tag für Tag. Zerstört dabei Natur und Dörfer. Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien hingegen droht Deutschland abgehängt zu werden.
Greenpeace fordert, die ersten Kohlekraftwerksblöcke umgehend abzuschalten, damit Deutschland sein Klimaziel für 2020 schnellstmöglich erreicht. Die Bundesregierung muss zudem ein neues Klimapaket schnüren, das mit dem 1,5 Grad Ziel des Pariser Klimaabkommens vereinbar ist. Das erfordert einen Kohleausstieg bis spätestens 2030.
(Text von Greenpeace)
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Und morgen, 29. November 2019: Auf zur Klimademo!

Auch bei Dir vor Ort,
z.B. Bonn,
in Köln,
und Aachen u.v.m.

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Uranmüll aus Gronau erreicht St. Petersburg

Rosatom will für Uranmüll auch Schnelle Brüter bauen

Das Frachtschiff Mikhail Dudin hat am gestrigen Dienstag (26.11.2019) den Hafen von St. Petersburg erreicht. An Bord sind rund 80 Fässer mit insgesamt rund 900 t abgereichertem Uranhexafluorid (UF6) aus der deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau /Westfalen.
Der atomare Abfall wird nun auf einen Zug verladen für die russische Atomanlage Novouralsk. Bereits am Montag hatte es eine Protestaktion am deutschen Konsulat in St. Petersburg gegeben, wie gestern die Tagesschau berichtete.

Am Wochenende hatte es auch in weiteren Städten Russlands diverse Proteste gegeben, darunter in Novouralsk und Moskau. Eine Online-Petition von Greenpeace Russland gegen die Fortführung der Uranmüllexporte von Gronau nach Russland hat inzwischen rund 44.000 Unterschriften erzielt.

Zusätzlich alarmierend ist die jüngste Ankündigung des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom über die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti, für die Beseitigung des rund 1 Mio. Tonnen großen Bestands an abgereichertem UF6 in Russland bis 2080 sogar Schnelle Brüter bauen zu wollen.
Dabei wolle man dann plutoniumhaltige MOX-Brennelemente einsetzen.
Aufgrund der erheblichen technischen Probleme und Gefahren von Schnellen Brütern bezweifeln die russischen und deutschen Umweltorganisationen, dass Urenco sowie die Bundesregierung in Zukunft die schadlose und rein zivile Nutzung des abgereicherten UF6 in Russland tatsächlich garantieren können.
In Deutschland scheiterte der Bau des Schnellen Brüters in Kalkar bekanntlich an den unkalkulierbaren Risiken – heute befindet sich in der Bauruine ein Freizeitpark.

“In mehreren Regionen Russlands kommt es inzwischen zu Protesten, denn der Deal zwischen der deutschen und russischen Atomindustrie ist ganz offensichtlich eine erhebliche Belastung für zukünftige Generationen. Wir wollen keine Lagerstätten für abgereichertes UF6, die sich bis zum Horizont erstrecken. Wir wollen auch keine Zukunft mit Schnellen Brütern – wir wollen erneuerbare Energien,” erklärte Rashid Alimov, Energieexperte von Greenpeace Russland.

“Es wird immer deutlicher, dass es keine schadlose Entsorgung des Gronauer Uranmülls in Russland gibt. Stattdessen heizen die Exporte des Urananreicherers Urenco sogar den Ausbau derrussischen Atomindustrie an – wie kann die Bundesregierung dabei einfach tatenlos zuschauen? Der Uranmüllexport ist unverantwortlich und muss eingestellt werden – Urananreicherung ist selbst beim Abfall eine extrem gefährliche Technologie, die keine Zukunft haben sollte,” ergänzte Kerstin Rudek von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Am kommendem Sonntag, 1. Dezember, findet in Gronau an der Urananreicherungsanlage um 14 Uhr der traditionelle Sonntagsspaziergang statt.
(PM)
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Es reicht: Neuer Rekord an Treibhausgasen! Deshalb auf zum Klimastreik am Freitag, 29. November 2019


=> www.klima-streik.org
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siehe zum Thema auch =>
Emissionsreport der Unep: Völlig falsche Richtung
Der CO2-Ausstoß erreicht mit 55 Milliarden Tonnen einen neuen Rekord. Dabei müsste er jährlich um 2,7 bis 7,6 Prozent sinken, um das Klima zu retten. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 26. 11. 2019

Erderwärmung: Schon 1,5 Grad mehr in Deutschland
Vertrocknete Wälder, Niedrigwasser in Flüssen, Sturmfluten an der Küste: Auch in Deutschland spürt man den Klimawandel laut einem Bericht der Bundesregierung schon heute. . . . weiterlesen bei => www.zeit.de . . . 26.11.2019

Tausende Tote durch Hitzewellen in Deutschland seit 2003
• Ein Bericht der Bundesregierung verzeichnet einen beschleunigten Temperaturanstieg im Land. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sei die Temperatur um 1,5 Grad Celsius angestiegen.
• Wegen der Hitzewellen 2003, 2006 und 2015 seien insgesamt 19 500 Menschen ums Leben gekommen.
• In der Landwirtschaft habe der Klimawandel 2018 zu Ernteausfällen in Höhe von 700 Millionen Euro geführt.
• International droht eine Erhitzung um 3,2 Grad Celsius.
. . . weiterlesen bei => www.sueddeutsche.de . . . 26.11.2019

Deutschland hat sich bereits um 1,5 Grad erwärmt
Vertrocknete Wälder, Niedrigwasser in Flüssen, Sturmfluten an der Küste: Der Klimawandel ist einer neuen Auswertung zufolge in Deutschland angekommen, die Effekte lassen sich immer klarer direkt messen. . . . weiterlesen bei => www.spiegel.de . . . 26.11.2019
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Auch bei Dir vor Ort,
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und Aachen u.v.m.

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Wiese am Hambacher Forst muss wohl geräumt werden

• Besitzer der Wiese muss Bauten entfernen

• Polizei macht Protestler für Straftaten verantwortlich

• OVG Münster hat Entscheidung gefällt

. . . weiterlesen bei => www1.wdr.de . . . 20.11.2019
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siehe zum Thema auch =>
Hambi-Camp vor Räumung?
Gericht: Camp gegen Abholzung des Hambacher Forsts nicht vom Versammlungsrecht geschützt. . . . weiterlesen bei => www.neues-deutschland.de . . . 21.11.2019

sowie =>
Mutmaßlich »unfriedlich«: Wiesencamp droht Räumung
Hambacher Wald: Oberverwaltungsgericht spricht Abholzungsgegnern wegen »Unfriedlichkeit« Versammlungsrecht ab. . . . weiterlesen bei => www.jungewelt.de . . . 21.11.2019
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Homepage => https://hambacherforst.org
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Urantransport Gronau-Russland gestoppt

Aktion für den Stopp des Atommüllexports nach Russland

Die Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau exportiert seit einigen Wochen wieder ihren radioaktiven Abfall, abgereichertes Uranhexafluorid, nach Russland.
Ein solcher Bahntransport musste heute (18.11.2019) anhalten, da beide Richtungen aus der UAA mit Kletterblockaden versperrt waren.
Drei Aktivist*innen seilten sich in einem Waldstück ab und blockierten damit den Zug. Jetzt steht er im Wald bei Metelen im Kreis Steinfurt und kann weder vor noch zurück. Transparente, auch in russischer Sprache, weisen darauf hin, dass ein sofortiger und endgültiger Exportstopp erreicht werden soll.

Der Export von Uranmüll nach Russland, der 2009 nach heftigem länderübergreifenden Widerstand eingestellt wurde, ist jetzt 10 Jahre später wieder aufgenommen worden. Das zeigt aus Sicht der Umweltgerechtigkeitsaktivist*innen, dass es die endgültige Stilllegung der UAA braucht, damit Urenco nicht weiter auf die aus ihrer Sicht billige Entsorgung zurück greift.
Das Uran lagert in Russland unter freiem Himmel in teilweise rostenden Fässern, sodass Menschen in der Umgebung an Krebs erkranken. In der vorliegenden Form von Uranhexafluorid ist es nicht nur radioaktiv, sondern auch chemisch hochgradig gefährlich, da es bereits mit Luftfeuchtigkeit zur ätzenden tödlich wirkenden Flusssäure reagiert.

Doch auch schon beim Abbau des in Gronau angereicherten Urans entstehen Umweltschäden in anderen Ländern – in Kasachstan, Kanada, Australien oder Namibia. Dort bleiben radioaktive Abraumhalden und Schlammseen zurück.
„Ob beim Uranabbau oder der Atommüllverklappung – es ist einfach unfair, dass Deutschland die aus einer scheinbar billigen Energieversorgung entstehenden Zerstörungen einfach woanders hinterlässt. Das ist Kolonialismus in neuer Form – und deshalb hänge ich hier im Weg vom Atomtransport“ erklärt Anne, eine der Kletter*innen, ihre Motivation.

Bereits gestern gab es Proteste gegen die Uranmülltransporte vor der UAA.
Dort hatten auch russische Aktivisten gesprochen und thematisiert, dass Urenco dafür bezahlt, dass Russland das abgereicherte Uran nimmt – ein deutliches Zeichen, dass hier Müll entsorgt wird.

Die Kletterblockade wurde um 19 Uhr freiwillig beendet (nach rd. 8 Std.!), alle Aktivist*innen sind frei. – Aber es wird nicht die letzte sein, wie Adele, eine der beteiligten Atomkraftgegner*innen erklärt: „Wir werden weiter hier hängen und wieder kommen zum Blockieren, bis die Urananreicherungsanlage stillgelegt ist und bis unsere Energieversorgung nicht mehr auf fossilen Brennstoffen wie Uran oder Kohle basiert. Denn fossile Energien zerstören unsere Welt.“
(Mit Material von PM)
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Mehr Infos => urantransport.de und contratom.de
Aktuelle Updates zur Blockade => twitter.com/urantransport
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siehe zum Thema auch =>
Protest gegen neuen Uranmüll-Export
Entschieden protestieren heute Atomkraftgegner*innen in und um Gronau gegen einen neuen Zug mit Uranmüll aus der Urananreicherung, der nach Russland fahren soll. Während bereits zehntausende Menschen mit ihrer Unterschrift den Stopp der unrechtmäßigen Transporte fordern, verweigert RWE als Mitbetreiber der Anlage Gespräche. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog . . . 18.11.2019
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Never give up: Freispruch für Soli-Besucher des Hambi

Widerstand gegen Strafbefehle im Zusammenhang “Räumung im Hambacher Forst” lohnt sich

Im Kontext der Räumung des Hambacher Forst (2018) kontrollierte die Polizei willkürlich und mit vielen Schikanen Menschen, die sich im “Gefahrengebiet” bewegten. So auch Teilnehmer*innen der Landeskonferenz der Anti-Atom-Bewegung welche in der Räumungsphase den Hambi besuchten. Einem der kontrollierten wurde vorgeworfen, er hätte einen Polizisten als “Du Asi” beleidigt.

Urteil: “Der Angeklagte wird freigesprochen.”
“Die Kosten des Verfahrens und seine notwendigen Auslagen trägt die Staatskasse. . . .
. . . Der Angeklagte war freizusprechen, weil die ihm zur Last gelegte Straftat aus tatsächlichen Gründen nicht festgestellt werden konnte.” Das Urteil ist rechtskräftig.

Danke an RA Christian Mertens (Köln), ans Anti-RRR-Team und an die solidarischen Besucher*innen beim Prozess.
Auch bei solch “kleineren” Prozessen geht es um angedrohte Strafen von z.B. 1400 Euro plus Verfahrenskosten. Dies kann schnell in die mehrere Tausende gehen, ist also auch ein Einschüchterungsinstrument.
Aber dieser Prozess zeigt auch: Widerstand gegen (bestimmt massenhaft verschickte) Strafbefehle (wie im Zusammenhang mit der Räumung) kann sich lohnen!

Aktuell: Der “Weisweiler-Prozess”
Aber: Viele weitere, viel wichtigere Prozesse im Zusammenhang mit dem Hambacher Forst und den Klimaprotesten laufen weiter, aktuell der “Weisweiler-Prozess”. Der RWE entstandene Schaden wurde mit 2,5 Millionen Euro beziffert, die der Atom- und Kohlekonzern von den Aktivist*innen jetzt einfordert!
(chw)
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siehe dazu auch =>
Weisweiler-Prozess: Klima-Aktivismus als Notwehr
Fünf Angeklagte sollen ein Kohlekraftwerk blockiert haben. Am zweiten Prozesstag wurde abermals das Argument Notwehr diskutiert. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 13.11.2019
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mehr Infos => http://wedontshutup.org
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=> http://antirrr.nirgendwo.info
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=> NRW-Landeskonferenz: AntiAtom-Initiativen besorgt über atomare Risiken und Castortransporte in NRW . . . Publiziert am 10. September 2018 von antiatomeuskirchen
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WDR-Beitrag: Fragwürdige Atomgeschäfte zwischen Gronau/NRW und Russland

Am 17. November 2019 ab 13 Uhr: Kundgebung an UAA Gronau
Dazu wird um 12.40 Uhr ein Shuttle-Bus vom Bahnhof Gronau zur UAA fahren und nach Abschluss der Kundgebung wieder zurück zum Bahnhof.

Seit einigen Tagen rollen wieder Atomtransporte durch NRW. Sie kommen aus der Urananreicherungsanlage Urenco in Gronau und gehen nach Russland.
Eigentlich ist der Export von Atommüll ins Ausland verboten. Doch das Unternehmen behauptet, es handele sich um Wertstoffe. Tatsächlich wird ein kleiner Teil des radioaktiven Materials in Russland wieder angereichert. Doch der größte Teil bleibt dort als Abfall liegen. Russische und deutsche Umweltaktivisten werfen Urenco vor, seine radioaktiven Abfälle möglichst billig entsorgen zu wollen, auf Kosten der Bevölkerung und der Umwelt in Russland.
(Text von WDR)
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siehe auch =>
Bundesregierung muss endlich handeln: Billig-Atommüll-Entsorgung und neue Atomreaktoren des teilweise deutschen Urankozerns URENCO . . . Publiziert am 7. November 2019 von antiatomeuskirchen
und =>
Billige Atommüllhalde Russland: UAA Gronau exportiert weitere 600 Tonnen Atommüll . . . Publiziert am 28. Oktober 2019 von antiatomeuskirchen
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WDR-Beitrag: Carola Rackete im Hambacher Forst


Kapitänin und Aktivistin Carola Rackete hat am Samstag (09.11.19) den Hambacher Forst besucht. Vor einem Jahr war die 31-Jährige selbst als Klimaaktivistin im Wald.
Am 29. Juni 2019 setzte sie sich als Kapitänin der Sea Watch über das Verbot des italienischen Innenministers hinweg und legte mit 40 aus dem Mittelmeer geretteten Flüchtlingen im Hafen von Lampedusa an.
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Es reicht! Aufruf zum Klimastreik am 29. November 2019

Bitte Grafik anklicken zum Aufruf und mehr Infos (www.klima-streik.org):

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Auch bei Dir vor Ort, z.B. Bonn, Köln, Aachen u.v.m.
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Bundesregierung muss endlich handeln: Billig-Atommüll-Entsorgung und neue Atomreaktoren des teilweise deutschen Urankozerns URENCO

Am 17. November 2019 ab 13 Uhr: Kundgebung an UAA Gronau

Immer noch ist die URENCO vom Atomausstieg ausgeschlossen und verantwortlich für Billig-Atommüll-Entsorgung in Russland und Uran-Brennstoff für marode Reaktoren Marke Tihange oder Cattenom.

Aktuell bestätigt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Hubertus Zdebel (DIE LINKE), dass der teilweise deutsche Urankonzern URENCO auch noch maßgeblich an der Entwicklung neuer Atom-Reaktoren beteiligt ist, dessen Prototyp erstmals 2026 in Kanada zum Einsatz kommen soll.

Zdebel dazu: „Von Atomausstieg kann überhaupt keine Rede sein.
Die per Lkw transportierbaren ‚Uran- Batterie‘ genannten Small Modular Reactor (SMR) – Reaktoren erhöhen die Risiken eines militärischen Missbrauchs.

Solche Mini-Meiler sind auch für Terrorkommandos von Interesse.
Das US-Militär ist ja offenkundig auch an diesen Atom-Batterien für ihre Militärbasen interessiert. Neue Nuklearantriebe für U-Boote könnten ebenfalls daraus entstehen. Für URENCO sind das neue Märkte, da geht es vor allem um Profite: Neue Mini-Reaktoren für den Massen-Einsatz. Als Anreicherungs-Konzern liefert URENCO den brisanten Brennstoff gleich mit.

In diesen neuen Mini-Atomreaktoren soll höher angereichertes Uran eingesetzt werden. Während in herkömmlichen Atomkraftwerken das spaltbare Uran 235 zwischen 3-5 Prozent beträgt, wird es für die Uran-Batterie auf bis zu 19,75 Prozent angereichert und zu speziellen Brennelementen verarbeitet, bei denen das Uran in Graphit verpackt wird. URENCO hat angekündigt, derartigen Brennstoff künftig in seinem Werk in den USA herstellen zu wollen.
Diese hohe Uran-Anreicherung liegt nur noch wenig unter der Schwelle, ab der angereichertes Uran grundsätzlich als atomwaffenfähig bezeichnet wird (20 Prozent). Deswegen wird von Experten bei der Entwicklung derartiger Reaktorkonzepte auch vor den wachsenden Gefahren des militärischen Missbrauchs gewarnt. Aus friedens- und umweltpolitischer Sicht sind diese Entwicklungen gravierend.

Die Bundesregierung ist bestens informiert und tut nichts dagegen, wenn URENCO seine Atomgeschäfte ausweitet, neue Atomreaktoren entwickelt und neue nukleare Einsatzgebiete vorantreibt. Es ist unverantwortlich, dass CDU/CSU und SPD diese Uran-Geschäfte von URENCO billigen und dulden. Die Uranfabriken in Deutschland* müssen endlich in den Atomausstieg einbezogen werden und gehören abgeschaltet.”
(* Gemeint sind Gronau und Lingen)
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Am Sonntag, den 17. November, findet eine Kundgebung um 13 Uhr an der Urananreicherungsanlage Gronau statt (Röntgenstr. 4). Dazu wird um 12.40 Uhr ein Shuttle-Bus vom Bahnhof Gronau zur UAA fahren und nach Abschluss der Kundgebung wieder zurück zum Bahnhof.

Gastredner wird dabei Vladimir Slivyak sein, Ko-Vorsitzender der russischen Umweltorganisation Ecodefense. Für den folgenden Montag, 18. November, erwarten die Initiativen den nächsten Uranmülltransport von Gronau nach Russland, zunächst per Bahn und LKW zum Hafen nach Amsterdam. Von dort gelangt das Uran per Schiff nach St. Petersburg.

Greenpeace Russland schaltete jetzt den russischen Generalstaatsanwalt ein wegen des Verdachts des illegalen Atommüllimports in die Russische Föderation.
Zugleich startete Greenpeace Russland am Wochenende eine Online-Petition an die Urenco-Miteigentümer RWE und EON sowie an den staatlichen russischen Atomkonzern Rosatom und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.
(Mit Material von PM)
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siehe zum Thema auch =>
Portable Uran-Batterie: Urenco sprengt Atomausstieg
Der Urankonzern Urenco arbeitet seit 2008 an einem mobilen Reaktortyp für neue Atomstandorte. Dagegen protestieren Atomkraftgegner*innen. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 07.11.2019
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Greenwashing für Atomkraft verhindern

EU-Taxonomie: Kein grünes Geld für Atomkraft / Koalitionsvertrag umsetzen

Zu den heute startenden Verhandlungen zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und den EU-Mitgliedsstaaten über ein Klassifizierungssystem für ökologisch nachhaltige Finanzierungen in der EU („EU-Taxonomie“) erklärt Matthias Weyland, Vorstand der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Atomfreundliche Kräfte in der EU wollen die Hochrisikotechnologie Atomkraft über den Umweg einer EU-Finanz-Richtlinie (‚EU-Taxonomie‘) als angeblich ‚nachhaltiges Investment‘ deklarieren.
Diesem Versuch nuklearen Greenwashings muss sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz entschieden widersetzen.

Atomkraft verursacht von der Urangewinnung bis zur Lagerung der strahlenden Abfälle immense Umweltschäden.
Ein schwerer Atomunfall in einem europäischen AKW bedroht Leben und Gesundheit von Millionen EU-Bürger*innen. Mit ‚Nachhaltigkeit‘ hat das nichts zu tun.
Finanzminister Scholz darf deshalb bei den ‚Trilog‘-Verhandlungen diese Woche zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und den EU-Mitgliedsstaaten keiner Formulierung zustimmen, die Atomkraft als nachhaltig einstufen könnte.

In ihrem Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD festgehalten, dass sie eine EU-Förderung für neue AKW ablehnen. Auch aus diesem Grund dürfen sie nun nicht zulassen, dass die Atomindustrie unter einem ‚grünen‘ Deckmantel Zugang zu neuen öffentlichen und privaten Finanzquellen erhält.“
(PM von .ausgestrahlt)
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=> Weitere Infos: Stellungnahme von .ausgestrahlt und mehr als 50 weiteren Nichtregierungsorganisationen zur EU-Taxonomie: http://www.wwf.eu/?uNewsID=353090
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Wie funktioniert die Standortsuche für ein dauerhaftes Atommüll-Lager?


(Video vom 23.10.2019)
Der .ausgestrahlt-Film erklärt kurz und kompakt, warum das laufende Standortauswahl-Verfahren an den eigenen Ansprüchen scheitert und den Weg zum bestmöglichen Atommüll-Lager nicht findet, sondern verbaut.
=> Weitere Infos: https://ausgestrahlt.de/standortsuche
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Billige Atommüllhalde Russland: UAA Gronau exportiert weitere 600 Tonnen Atommüll

Heute (28.10.2019) ist die Abfahrt eines Uranmüllzuges aus der Urananreicherungsanlage Gronau mit Ziel Russland bestätigt worden. Atomkraftgegner*innen reagieren mit Protesten. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog . . . 28.10.2019
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(28.10.2019 Uranmüll-Zug durch Münster Hauptbahnhof • Veröffentlicht von Eichhörnchen)
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siehe auch =>
Billige Entsorgung von Atommüll: Uranzug rollt nach Russland
Ein weiterer Atomtransport mit radioaktivem und giftigem Uranhexafluorid soll am Montag Deutschlands einzige Urananreicherungsanlage verlassen. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 28.10.2019

und =>
Protest gegen Uranabfall-Transport aus Gronau
• Uranabfall soll nach Russland gehen • Lieferung von 6.000 Tonnen geplant
• Wiederanreicherung oder Entsorgung? . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de . . . 28.10.2019
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(Veröffentlicht am 11.04.2018Gronau & Urenco – Gefahren atomarer Brennelemente-Fabriken & atomarer Brennelemente-“Zwischenlager”)
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Überregionale Demo am 26. Oktober 2019 in der Atomstadt Lingen

(bitte Grafik anklicken für mehr Infos; pdf)

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Hinweis in eigener Sache: Polizist beleidigt oder asozial?

Prozesstermin am 29. Oktober um 13 Uhr am Amtsgericht Düren

Im Kontext der Räumung des Hambacher Forst kontrollierte die Polizei willkürlich und mit vielen Schikanen Menschen, die sich im “Gefahrengebiet” bewegten. So auch Teilnehmer*innen der Landeskonferenz der Anti-Atom-Bewegung welche in der Räumungsphase den Hambi besuchten. Einem der kontrollierten wird jetzt vorgeworfen, er hätte einen Polizisten als “Du Asi” beleidigt. Ihm wird am Dienstag, 29. Oktober um 13 Uhr am Amtsgericht Düren, Sitzungssaal 1.07, der Prozess gemacht. . . . weiterlesen bei => http://antirrr.nirgendwo.info . . . 09.10.2019
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Text von => http://antirrr.nirgendwo.info
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=> NRW-Landeskonferenz: AntiAtom-Initiativen besorgt über atomare Risiken und Castortransporte in NRW . . . Publiziert am 10. September 2018 von antiatomeuskirchen
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