Hambacher Forst: Was vom Wald übrig geblieben ist – Sorgen nach der Rettung

(aktualisiert / ergänzt am 29.11.2020)
Der Hambacher Wald stirbt einen langsamen Tod, er wird ausgetrocknet.
Der Hambi braucht dringend Hilfe!


(ARD-Tagesthemen • am 24.11.2020 auf YouTube veröffentlicht)
Hambacher Forst: 5.500 Hektar war der Wald hier einst groß, nunmehr sind noch knapp 600 Hektar übrig. Als „Hambi“ wurde das Waldstück zum umkämpften Symbol der Protestbewegung gegen den Abbau von Braunkohle.
(Text von ARD)

Doch trotz Klimakrise laufen sinnlose Waldzerstörungen für klimafeindliche Projekte weiter:
Wut, Widerstand und Utopie; #DanniBleibt

(Kommon • am 23.11.2020 auf YouTube veröffentlicht)

Zur Zeit laufen im Dannenröder Forst, in der Nähe von Stadtallendorf
(bei Marburg, Hessen), Rodungsarbeiten, um den Bau der A49 zu realisieren.
Da der Wald nach wie vor besetzt ist,
werden die Arbeiten unter starkem Polizeischutz ausgeführt, wobei die Polizei begonnen hat, die Besetzer*innen aus nördlicher und südlicher Richtung zu räumen. Bei ihrem Weg durch den Wald, hinterlässt sie eine Schneise der Zerstörung.

Begonnen hat die Räumung und Rodung des Waldes in „Drüben“, dem nördlichsten der Camps, die von den Aktivist*innen Barrios genannt werden.
Was zuvor ein echtes Dorf mit Feuerstelle, Küche und Schlafplätzen, gesäumt von Baumhäusern war, ist nach einer Woche Zerstörungswut der Ordnungskräfte, eine einzige Brache.
Gleichzeitig wurden am südlichen Waldrand im Barrio „Durchzug“, Strukturen, Baumhäuser und Tripods geräumt und zerstört, wobei es bereits zu mehreren Zwischenfällen kam. So schnitt ein Polizeibeamter beim Weg durch den Wald ein Seil durch, dessen Ende an einem Tripod befestigt war. Der Mensch, der zu diesem Zeitpunkt im Tripod saß, stürzte aus mehreren Metern in die Tiefe und wurde dabei schwer verletzt.
Bei einer weiteren Aktion der Polizei wurde eine Traverse durchtrennt, an der ein Aktivist hing. Dieser fiel dann auch aus großer Höhe in sein Sicherungsseil, was dafür spricht, dass die Polizei mit unglaublicher Härte und Rücksichtslosigkeit gegen die Waldbesetzer*innen vorgeht. Die Polizeiführung allerdings spricht nach wie vor davon, „Sicherheit vor Geschwindigkeit“ walten zu lassen.

John Mio Mehnert von komm:on war vor Ort und hat mit Besetzer*innen, Anwohner*innen und Aktivist*innen gesprochen und sich einen Eindruck von der Lage verschafft. Mit über 400 Barrikaden, die innerhalb des Waldes errichtet sind und den Blockaden an fast jedem Eingang des Waldes, die mit Strukturen aus Baumstämmen, Holz, Draht und Beton befestigt sind, dürfte klar sein, dass der Kampf um den „Danni“ noch eine Weile andauern wird. Der Widerstandsgeist der Bewohner*innen des Waldes ist auf jeden Fall ungebrochen.
(Text von https://kommon.jetzt)
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Anreise => https://waldstattasphalt.blackblogs.org/anreise
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siehe zum Thema auch =>
Dannenröder Wald statt A49: Rodungsstopp gefordert
Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) könnte den Bau der A49 doch noch stoppen. Das sagt der BUND unter Berufung auf ein Gerichtsurteil. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 25.11.2020
sowie =>
Einsatz im Dannenröder Wald: Wieder ein Absturz bei der Räumung
Während die Polizei ins Innere des Waldes vordringt, häufen sich die teils schweren Unfälle. Die Polizei setzt Elektroschocker ein. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 22.11.2020
und =>
Protest im Dannenröder Forst: Erneut Aktivistin abgestürzt
Am Samstag hat sich eine Frau im Dannenröder Forst bei einem Sturz von einer Plattform verletzt. Die Waldbesetzer machen Polizisten für den Unfall verantwortlich. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 21.11.2020
und auch =>
Streit um den Dannenröder Forst: Grüne bashen Klimabewegung
Eine Aktivistin im Dannenröder Wald wird während eines Polizeieinsatzes verletzt. Die hessischen Grünen geben den Besetzer*innen die Schuld. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 19.11.2020
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Aufruf: Komm in den Dannenröder Forst – auch wenn Du nicht klettern kannst oder willst !

Dannenröder Wald Besetzung • am 26.11.2020 veröffentlicht:

Du hast Lust in den Danni zu kommen, aber weißt noch nicht, wie du dich einbringen kannst?
Hilf einfach mit, ob Infopoint, Küche für alle, Awareness Team, Gesa-Support, Sanitäter*innen, Presse-Arbeit, oder IT – bring dich ein!

Anreise: Züge nach Stadtallendorf fahren z.B. von Köln über Frankfurt a.M..
Vom Bahnhof in Stadtallendorf fahren jeden Sonntag Shuttle-Busse direkt nach Dannenrod. (In den Shuttlebussen gilt wie im gesamten ÖPNV die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Da wir Busse und Züge wegen der Abstandsregeln nicht voll belegen wollen, komm bitte unbedingt so früh wie möglich nach Stadtallendorf und plane genug Zeit für die Anreise ein.)
Wenn Du/Ihr an einem anderen Tag als Sonntag anreist, könnt Ihr mit dem Fahrrad die 10 Kilometer von Stadtallendorf nach Dannenrod zurücklegen.
Eine andere Möglichkeit sind Fahrgemeinschaften mit dem Auto.

Ausführlichere Tipps zur Anreise (mit Karten) gibts bei =>
https://waldstattasphalt.blackblogs.org/anreise

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siehe zum Thema auch =>
Hambacher Forst: Was vom Wald übrig geblieben ist
– Sorgen nach der Rettung

Der Hambacher Wald stirbt einen langsamen Tod, er wird ausgetrocknet.
Der Hambi braucht dringend Hilfe! . . .
. . . Dannenröder Forst: Doch trotz Klimakrise laufen sinnlose Waldzerstörungen für klimafeindliche Projekte weiter: Wut, Widerstand und Utopie; #DanniBleibt . . .
. . . weiterlesen bei => www.antiatomeuskirchen.de . . . 27.11.2020
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Neue Website: 100 gute Gründe gegen Atomkraft

Alle Gründe von #1 bis #100 auf einer Seite oder – der Übersicht halber – sortiert in sieben farbig markierten Kategorien.
Was bedroht Leben und Gesundheit von Millionen Menschen, belastet Tausende von Generationen mit strahlendem Müll, ist ineffizient, inkompatibel mit Erneuerbaren Energien und zudem die teuerste Art, Strom zu erzeugen? Genau, das ist Atomkraft: ein Irrweg, auch und gerade in der Klimakrise. Gegen alte wie neue Reaktoren sprechen also jede Menge gute Gründe. Hier sind 100 davon. . . . . . . weiterlesen bei => www.100-gute-gruende.de
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(Die website „100 gute Gründe“ ist ein Projekt von .ausgestrahlt und EWS.)
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Atompropaganda: Können wir den Klimawandel ohne Atomenergie stoppen?

Axel Mayer, Ex-BUND Geschäftsführer, zu einem rührigen Pro-Atom-Film:

Die Atombeführworter schlafen nicht. Ein süßer Film (links) wirbt für Atomkraft gegen Klimawandel.
Erinnert an einen Film aus den 50ern: Wie damals in „Our Friend the Atom“ (Walt Disney) wird die Werbetrommel für eine (auch atomare) Energiegewinnung getrommelt, für AKW-Laufzeitverlängerung und -Neubauten. Eine zentrale Frage wurde gezielt ausgespart:
Warum sollen wir auf eine gefährliche, teure Hochrisikotechnologie wie z.B. den neuen Thorium-Reaktor setzen, wenn wir kostengünstige und umweltfreundliche Alternativen haben?
(Quelle: radio dreyeckland – hier auch das ganze Interview zum Nachhören)
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ARD/ZDF/funk.net -Atompropaganda:
Können wir den Klimawandel ohne Atomenergie stoppen?

Der ARD/ZDF-Film von funk.net „Können wir den Klimawandel ohne Atomenergie stoppen?“ (s.o.) erinnert nicht nur von der Machart her an den alten, gut gemachten Propagandafilm aus dem Jahr 1953 „Unser Freund das Atom“ von Walt Disney (links). „Unser Freund das Atom“ ist sauber, absolut risikolos, unendlich vorhanden, und es wird die endliche und schmutzige Energie aus Kohle und Öl ersetzen, war die Botschaft des alten Disney-Films.
Heute wird geschickter vorgegangen und der Klimawandel zum Greenwash für Atomkraft genutzt. Der Film ist Teil einer geschickten, weltweiten neuen Werbekampagne für AKW-Laufzeitverlängerung, neue AKW wie den Thorium Reaktor und „grüne Atomkraft“. . . . weiterlesen bei => www.mitwelt.org . . . 24.11.2020
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siehe zum Thema auch =>
Stoppt den Atomausstieg?
Vom letzten Gefecht um die Atomkraft

. . . Publiziert am 18. Juli 2020 von antiatomeuskirchen
sowie =>
Replik auf Dr. Rainer Moormann und Dr. Anna Veronika Wendland:
Vorfahrt für die Energiewende!

Von Dr. Alex Rosen; www.ippnw.de . . . 19.08.2020
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Deutschland muss Export von unbestrahlten Brennelementen aus Jülich in die USA genehmigen

Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat am vergangenen Freitag, dem 20.11.2020, entschieden, dass die Bundesrepublik Deutschland die Ausfuhr von 33 unbestrahlten Brennelementen aus Jülich in die USA genehmigen muss.

An den nicht strahlenden Kugeln wird in den USA ein neues Verfahren getestet. Damit sollen später die radioaktiven Anteile aus den rund 300.000 noch in Jülich lagernden Brennelementkugeln herausgelöst werden, wie u.a. der WDR berichtete.

Der Export wäre eine von 3 Optionen die die JEN (Jülicher Entsorgungsgesellschaft Nuklearanlagen) betreibt. Die anderen zwei sind der Transport der insgesamt 288.285 abgebrannter Brennelemente nach Ahaus oder der Bau eines neuen Zwischenlagers vor Ort in Jülich. Für letztere Option plädieren Atomkraftgegner*innen, bis es ein „Endlager“ in Deutschland gibt. Diese wird jedoch augenscheinlich von den Jülicher Verantwortlichen seit Jahren torpediert. (siehe dazu => Hintergrund: Zur Problematik des Jülicher Atommülls bei www.westcastor.org).

Zum Urteil siehe den ausführlichen Text Bundesrepublik muss Ausfuhr unbestrahlter Brennelemente in die USA genehmigen bei rsw.beck.de.

Zur Erinnerung siehe auch nebenstehende Westcastor-Resolution von 2016, die auch AntiAtom-Euskirchen unterschrieben hat.
Getan hat sich seither – nix!
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Bundesregierung bestätigt massive Sicherheitsmängel

In einer Antwort an die Grünen bestätigt die Bundesregierung indirekt, dass mindestens 19 Meiler in Europa faktisch illegal betrieben werden. Es gibt massive Sicherheitsmängel in zahlreichen Anlagen. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog . . . 19.11.2020
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Ein Rückblick: Die Rote Linie – Widerstand im Hambacher Forst

Eine Doku über den Widerstand im Hambi von 2015 bis 2019

„Hambi bleibt!“ – das ist der Slogan der Demonstrant*innen.
Seit 2015 begleitet die Regisseurin Karin de Miguel Wessendorf die Proteste gegen die Rodung des Hambacher Forstes und gegen die Zerstörung der Dörfer am Rand der Braunkohle-Tagebaue im rheinischen Braunkohlerevier – der größten CO2-Quelle Europas. Zuerst ist es nur ein Aufbegehren einzelner Gruppen mit unterschiedlichen Zielen, doch im Herbst 2018 wird der Protest gegen die Rodung schließlich zu einer breiten überregionalen Bewegung, die bundesweit Schlagzeilen macht.
(Text von WDR)
Der Film lief ab Mai 2019 in den Kinos.
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Link-Tips =>

www.antiatomeuskirchen.de/hambi-bleibt
hambacherforst.org
naturfuehrung.com/hambacher-forst
verheizte-heimat.de
www.alle-doerfer-bleiben.de

www.danni-bleibt.de
www.mahnwache-dannenröderforst.de
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Verfassungsgericht: Schadenersatz für AKWs, die schon vor dem Ausstiegsbeschluss jahrelang stillstanden

Unfähigkeit der AKW-Betreiber wird noch belohnt

Zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts über die Entschädigung von AKW-Betreibern erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Es ist schon bestürzend, dass durch handwerkliche Fehler bei der Formulierung von Gesetzen Steuergelder an AKW-Betreiber ausgeschüttet werden müssen.
Die Klage von Vattenfall bezog sich auf die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel. Beide hatten schon seit 2007, also vier Jahre vor dem Ausstiegsbeschluss von 2011, wegen Störfällen und technischer Mängel keinen Strom mehr erzeugt. Es war unwahrscheinlich, dass sich dies, selbst ohne den Atomausstieg, noch einmal geändert hätte. Dafür waren die Sicherheitsdefizite in beiden Anlagen zu groß. Dass es für die Unfähigkeit von Vattenfall, seine Kraftwerke ordnungsgemäß und sicher zu betreiben, nun auch noch Schadenersatz gibt, mag zwar juristisch korrekt sein, ist aber ein politisches Desaster. Schließlich lag es zwischen 2007 und 2011 nicht am Gesetzgeber, dass das Unternehmen die im rot-grünen Atomkonsens von 2002 zugesagten Reststrommengen nicht produzieren konnte.

Bitter an der Karlsruher Entscheidung ist zudem, dass nun erneut Steuergelder an die Stromkonzerne fließen, die sich 2017 mit einer deutlich zu niedrigen Einmalzahlung aus der finanziellen Verantwortung für die Atommüll-Lagerung freigekauft und damit das ökonomische Risiko dem Staat und damit der Allgemeinheit überlassen haben.

Wichtig für die Bewertung der Entscheidung des Gerichts ist aus meiner Sicht aber auch, dass dadurch der Ausstiegsbeschluss selbst nicht angezweifelt wird.“
(PM)
Wegen des Atomausstiegs ist auch noch eine Klage von Vattenfall beim internationalen Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) in Washington anhängig.
Hier geht es um Forderungen von mehreren Milliarden Euro wegen der dauerhaften Stilllegung von Krümmel und Brunsbüttel. (www.spiegel.de . . . 12.11.2020)
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siehe zum Thema auch =>
Verstrahltes Geld
. . . Pressemitteilung der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. vom 12.11.2020
sowie =>
16. Atomgesetz-Novelle vom 10. Juli 2018 nicht in Kraft getreten;
Gesetzgeber bleibt zur Neuregelung verpflichtet

. . . Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts Nr. 98/2020 vom 12.11.2020

und RWE zieht natürlich nach =>
RWE bekräftigt Forderung nach Atom-Entschädigung
. . . de.reuters.com . . . 12.11.2020
siehe auch =>
Entschädigungen für AKW-Betreiber: Was der Atombeschluss bedeutet
. . . www.spiegel.de . . . 12.11.2020
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RWE und EON vor Wiedereinstieg in AKW-Bau – Bundesregierung stimmt Urenco-Plänen trotz Atomausstieg zu

• Beteiligung via Urenco an AKW-Plänen in England
• Pläne für Modulreaktoren in den Niederlanden

RWE und EON planen über ihre Beteiligung am Urananreicherer Urenco einen Wiedereinstieg in den Neubau von Atomkraftwerken.
Konkret geht es nach einer Meldung von Urenco vom 28.10 um den Einstieg Urencos in ein Konsortium unter der Führung von EDF Energy zum Bau des geplanten Atomkraftwerks Sizewell C an der englischen Nordsee-Küste.
In den Niederlanden plant Urenco
nach einem Bericht der niederländischen Zeitung Tubantia vom 4.11. den Bau eines sog. Modulreaktors mit bis zu 300 MW Leistung. Ende September hatte die niederländische Regierung allgemein angekündigt, neue AKW bauen zu wollen. Darauf reagieren jetzt Urenco, RWE und EON. Einer von drei benannten AKW-Standorten ist Eemshaven an der Nordsee, unmittelbar gegenüber von Borkum. Der dortige Bürgermeister kündigte bereits rechtliche Schritte an.

Für alle AKW-Baupläne von Urenco besitzt die Bundesregierung aufgrund internationaler Verträge die Aufsichtspflicht und damit verbunden ein Veto-Recht. RWE und EON besitzen ein Drittel der Anteile am Urananreicherer Urenco, die zwei anderen Drittel gehören dem britischen und dem niederländischen Staat.

Anti-Atomkraft-Initiativen sind von den AKW-Plänen entsetzt und fordern von Urenco, RWE und EON den sofortigen Abbruch dieser Planungen sowie ein Veto der Bundesregierung. Die Anti-Atomkraft-Initiativen kündigen zudem entschlossene Proteste an. „Noch vor wenigen Tagen sprach das Bundesumweltministerium während des Castor-Transports stolz vom Atomausstieg in Deutschland. Doch nun steigen die beiden Großkonzerne RWE und EON wieder mit Vollgas in die Atomenergie ein und beteiligen sich über ihr Tochter-Unternehmen Urenco an zwei AKW-Neubauprojekten in Großbritannien und in den Niederlanden – und das zum Teil unmittelbar an der Grenze zu Deutschland. Wir sind fassungslos, dass die Auseinandersetzung um die Atomenergie zehn Jahre nach Fukushima von vorne beginnt,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

„RWE und EON haben aus Reaktorkatastrophen nichts gelernt“

„Vor Fukushima wollten RWE und EON noch gemeinsam vier Atomkraftwerke in Großbritannien bauen. Diese Pläne wurden nach Fukushima auf Eis gelegt.
Doch die Untoten der Atomindustrie stehen nun wieder auf – RWE und EON haben aus der Geschichte und den Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima nichts gelernt.
Als Konsequenz sollten die verbliebenen Atomreaktoren in Deutschland sowie die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen umgehend stillgelegt werden, damit der Atomausstieg in Deutschland nicht weiter torpediert wird,“ erklärte Kerstin Rudek von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

„Gerade die britische Regierung betreibt ihre Atompläne unter dem Deckmantel der „klimaneutralen Atomkraft“ letztlich auch für das eigene Atomwaffenprogramm.
RWE und EON sitzen hier als Urenco-Anteilseigner mit im Boot. Die Bundesregierung muss ihre Aufsichtspflicht und ihr Veto-Recht über Urenco wahrnehmen. Es darf weder direkt noch indirekt eine Unterstützung des britischen Atomwaffenprogramms geben“, fordert Dr. med. Angelika Claußen, Europavorsitzende der IPPNW.

Hintergründe zu Urenco:
Urenco ist ein britisch-niederländisch-deutscher Uranreicherer, der zu je einem Drittel dem britischen und niederländischen Staat gehört. Das deutsche Drittel teilen sich RWE und EON. Urenco betreibt in Gronau/Westfalen, in Almelo/NL, in Capenhurst/UK sowie in Eunice/USA insgesamt vier Urananreicherungsanlagen und ist damit nach der russischen Rosatom der zweitgrößte Urananreicherer weltweit.
Eigene Atomkraftwerke betreibt Urenco bislang nicht. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Urenco jedoch an der Konstruktion von sog. Small Modular Reactors (SMR), die in diesem Jahrzehnt erstmals gebaut werden sollen. Gemäß einer Antwort der Bundesregierung im Bundestag vom 11. November 2019 werden dazu u. a. Dutzende Standorte in Großbritannien und Kanada untersucht.
Der Urenco-Gründungsvertrag von Almelo (1970) billigt den drei Regierungen in London, Den Haag und Berlin weitgehende Aufsichtspflichten und -rechte zu. Strategische Entscheidungen können bei Urenco nur im Einvernehmen zwischen allen Anteilseignern und Regierungen getroffen werden. Das bedeutet, dass sowohl RWE und EON, aber auch die Bundesregierung ein Veto-Recht für derartige Entscheidungen besitzen.
Ein Grund dafür ist, dass die Urananreicherung grundsätzlich immer zur Anreicherung von atomwaffenfähigem Uran geeignet ist und Urenco z. B. auch mit dem US-Pentagon über gemeinsame Projekte verhandelt.
In Großbritannien unterstützt die zivile Atomenergienutzung ebenfalls das militärische Atomwaffenprogramm. Anti-Atomkraft-Initiativen kritisieren die fortschreitende Militarisierung der Urananreicherung schon seit Jahren.
(PM)
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siehe zum Thema auch =>
Bundesregierung muss endlich handeln: Billig-Atommüll-Entsorgung und neue Atomreaktoren des teilweise deutschen Urankozerns URENCO
. . . Publiziert am 7. November 2019 von antiatomeuskirchen
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Sellafield & Co: Wiederaufbereitung ist kein Recycling!

Die Wiederaufbereitung atomaren Mülls gilt als gefährlichster Schritt in der Atomenergie. Und der Name trügt: Wiederaufbereitung meint kein Recycling. Ziel der Technologie ist, hochgiftiges, waffentaugliches Plutonium zu gewinnen.
Sie ist damit der Schlüssel für den Plutonium-Umlauf, für Kraftwerke vom Typ „Schneller Brüter“ und den Atomwaffenbau.
Ein Überblick:
• Durch die Wiederaufbereitung entsteht mehr Atommüll
• Wiederaufbereitungsanlagen Sellafield & Dounreay (Großbritannien)
• Wiederaufbereitungsanlage La Hague (Frankreich)
• Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf (Deutschland; wurde nie gebaut)
. . . weiterlesen bei => www.planet-wissen.de . . . 05.09.2018
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siehe zum Thema auch =>
Wiederaufarbeitung: Die wichtigsten Fakten
Als Wiederaufarbeitung wird die physikalische und chemische Bearbeitung von abgebrannten Brennstäben aus Atomkraftwerken in sogenannten Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) bezeichnet. . . . weiterlesen bei => www.greenpeace.de
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aktueller Hintergrund =>
#castor2020 von Sellafield (GB) nach Biblis gestartet
• Mahnwache / Protest auch in Köln

. . . Publiziert am 28. Oktober 2020 von antiatomeuskirchen
sowie =>
#castor2020 erreicht AKW Biblis
. . . Publiziert am 4. November 2020 von antiatomeuskirchen
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#castor2020 erreicht AKW Biblis

Der Castortransport hat um 9:36 Uhr sein Ziel, das „Zwischenlager“ am stillgelegten AKW Biblis, erreicht.
Gegen kurz nach 8.00 Uhr hatte der Atommülltransport den Bahnhof im hessischen Biblis erreicht, mußte aber noch warten. Auf dem Stichgleis zum Atomkraftwerk befanden sich noch Aktivist*innen und hielten es besetzt. (Hier gehts zum Audio von hr)

Gestartet war der 600 Meter lange Zug mit sechs Atommüll-Behältern aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield am gestrigen Abend gegen 19.30 Uhr in Nordenham – im Schutze der Dunkelheit. Die 12,5 Stunden lange offenbar fast störungsfreie Fahrt durch Deutschland führte über Bremen, Hannover, Göttingen, Bebra, Fulda, Hanau, Darmstadt nach Biblis. Die Strecke war mit einem massiven Polizeiaufgebot gesichert worden. Der hochradioaktive und strahlende Atommüll fuhr zügig – auch durch belebte Bahnhöfe, zum Beispiel in Bremen.

Schon im kommenden Jahr könnte ein nächster Zug rollen. Absender ist die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich. Das Ziel ist das Zwischenlager am baden-württembergischen AKW Philippsburg. Es wird also weitergehen.
Atomanlagen stilllegen – sofort!
(aus: #castor2020-TICKER)
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siehe zum Thema auch =>
Proteste gegen Castortransport: „Nix rein, nix raus“
Zum ersten Castortransport seit neun Jahren machen AKW-Gegner*innen mobil. Solange Meiler weiterlaufen, sei Protest angebracht, sagt Kerstin Rudek. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 04.11.2020
sowie =>
Castoren in Biblis angekommen: Unter Protesten am Ziel
Der hochradioaktive Abfall wird jetzt in dem abgeschalteten Atomkraftwerk Biblis zwischengelagert. Tausende Polizisten schützten den Transport. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 04.11.2020
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#castor2020 rollt nicht durch NRW

Der 600 m lange Atommüll-Zug ist unterwgs über Göttingen zum stillgelegten AKW Biblis.
Aktuelle Position immer bei =>
#castor2020-TICKER

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