26. April 1986: Super-GAU im AKW Tschernobyl

In Block 4 des ukrainischen AKW Tschernobyl, nahe der Landesgrenze zu Weißrussland, startet die Bedienmannschaft um 1:23:04 Uhr in der Nacht einen Test. Dabei gerät der Meiler außer Kontrolle: Die Leistung erhöht sich immer weiter, die Notabschaltung versagt, die Kettenreaktion nimmt rasend schnell zu, wegen der enormen Hitze bildet sich Knallgas.
Um 1:23:48 Uhr, nach ganzen 44 Sekunden, explodiert der Reaktor, sein hochradioaktiver Kern beginnt zu brennen und zu schmelzen, die Katastrophe nimmt ihren Lauf.
Der Super-GAU von Tschernobyl ist der bis dahin größte Atomunfall der Geschichte. . . . (Text: .ausgestrahlt)
(Bild oben: Buchtip zu Tschernobyl)


(Histoclips • 1986 – Der Super-GAU von Tschernobyl) . . . . . . (1986: Ausschnitte aus der Berichterstattung)

(WELT Nachrichtensender • 14.11.2019) . . . . . . . . . . . . . . . (ZDFinfo Doku • 22.04.2020)

Zur aktuellen Situation um Tschernobyl siehe auch =>
Weiter Brände um Tschernobyl: Feuerwehrleute fordern Hilfe
Angeblich sind die Feuer rund um das Gelände des havarierten AKW Tschernobyl fast gelöscht. Experten zweifeln das jedoch stark an. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 25.04.2020

sowie =>
34 Jahre nach dem GAU: Der radioaktive Wald brennt
Das Risiko nach einem Super-GAU ist nie vorbei – zumindest nach realistischer, menschlicher Zeitrechnung. Das zeigt sich jetzt in Tschernobyl, wo unkontrollierte Waldbrände herrschen. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog . . . 09.04.2020

und in Deutschland =>
Tschernobyl macht Pilze & Wildschweine zu Gesundheitsrisiko
Über drei Jahrzehnte nach dem Super-Gau im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl sind Pilze und Wildschweine immer noch radioaktiv
. . . (Video: Clixoom nature • 23.10.2019) . . . . . belastet. In Bayern wurden nun Pilze verkauft, deren Strahlung die geltenden Grenzwerte massiv überschreitet. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog . . . 22.10.2019

Doch auch aktuell sind wir aus näXter Nähe bedroht:

(Quarks • 29.06.2019) . . . . . . . . . . . . (WDR • 14.08.2015)

Eine geplante Demo zum Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl am AKW Tihange musste leider wegen Corona-Virus abgesagt werden.
Unser Widerstand lässt jedoch niX nach . . .
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Klimastreik trotz Corona-Krise: #NetzstreikFürsKlima war ein voller Erfolg

Hochzufrieden zeigten sich die Veranstalter*innen von Fridays For Future und anderen Organisationen mit der Online-Demo am 24. April 2020.

Auf der Homepage www.klima-streik.org heißt es: „Mit 87.000 auf der Streikendenkarte, über insgesamt 230.000 Livestream-Zuschauer*innen, 40.000 Tweets und 15.000 Demoschildern haben klargemacht: Mit uns ist zu rechnen und wir wollen, dass jetzt die Weichen für eine gerechte, ökologische Gesellschaft gestellt werden. Wir appellieren, dass in jeder Krise auf die Warnungen und Empfehlungen der Wissenschaft gehört werden muss.“


( tagesschau • 24.04.2020)
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siehe dazu auch =>
Klimastreik von Fridays for Future: „Die größte Online-Demo“
Fridays for Future hat den globalen Klimastreik am Freitag ins Netz verlegt. Tausende sehen den Livestream. Und es hagelt Posts bei Instagram & Co. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 24.04.2020
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Ach ja, ein offizieller Song des FridaysForFuture-Livestreams zur weltweit größten Online-Demo ist auch noch bei rumgekommen:

(Fridays for Future DE • Fight Every Crisis [Offizielles Musikvideo] • 24.04.2020)
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siehe auch Livestream =>
Am 24. April 2020: Klima Demo im Netz
. . . Publiziert am 18. April 2020 von antiatomeuskirchen
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Umweltgruppen machen Ernst beim Exportstopp für Brennelemente von Deutschland nach Belgien

Widerspruch gegen Exportgenehmigung für Brennelemente aus Lingen für das belgische AKW Doel

Stellvertretend für ein Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen und -Organisationen haben mehrere Personen Widerspruch gegen die Exportgenehmigung für Brennelemente von der Atomfabrik in Lingen/Emsland zu den belgischen Atomreaktoren Doel 1 und 2 eingelegt.
Ziel ist es, diese und weitere Brennstoff-Exporte an grenznahe Atomkraftwerke zu verhindern. Das Bündnis schließt hierzu weitere juristische Schritte bis hin zu einer Klage nicht aus.
Sowohl der Europäische Gerichtshof (EuGH) als auch das belgische Verfassungsgericht hatten den Betrieb der beiden Uralt-Reaktoren in Doel für grundsätzlich illegal erklärt.
Die deutsche Export-Genehmigung wurde Mitte März vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) trotzdem erteilt – mit Zustimmung des Bundesumweltministeriums.

Bereits im Juli 2019 hatte der EuGH die getroffene Laufzeitverlängerung von Doel 1 und Doel 2 wegen der fehlenden länderübergreifenden Umweltverträglichkeitsprüfung als nicht rechtens beurteilt. Anfang März bestätigte das belgische Verfassungsgericht in seinem Urteil einerseits, dass der Weiterbetrieb der beiden 45 Jahre alten Reaktoren unrechtmäßig ist – andererseits dürften sie aber bis Ende 2022 wegen befürchteter Versorgungsengpässe weiterlaufen.

Hilde Debey vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie kann diesen Vorgang nicht nachvollziehen. „Da der Betrieb von Doel 1 und 2 per Gerichtsbeschluss illegal ist, müssten die Meiler doch sofort abgeschaltet werden. Zur Versorgungssicherheit können sie nicht beitragen. Dafür sind sie mit einer Ausfallrate von etwa 50 Prozent viel zu unzuverlässig.“

Trotz der beiden Gerichtsurteile erteilte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zusammen mit dem weisungsbefugten Bundesumweltministerium im März dieses Jahres erneut die Ausfuhrgenehmigung für Brennelemente, die zum Weiterbetrieb genau dieser illegalen Reaktoren unbedingt nötig sind. „Damit ist Ministerin Schulze für die Verlängerung des steigenden Risikos aus Doel maßgeblich verantwortlich – genauso wie die Lingener Brennelementefabrik, deren Schließung wir seit Jahren fordern,“ betont Alexander Vent vom Bündnis AgiEL aus Lingen. „Bei einem Super-GAU in Belgien wären wegen der Windhauptrichtung West Regionen wie Nordrhein-Westfalen und Teile von Niedersachsen betroffen – auch Lingen.“

Sechs Privatpersonen aus Aachen, Lingen, Raum Bonn und dem Münsterland haben nun Widerspruch gegen die Exportgenehmigung eingelegt. Sie erwirken dadurch einen Aufschub der Lieferungen bis zur juristischen Klärung. Sie werden dabei politisch von Anti-Atomkraft-Gruppen aus NRW und Niedersachsen sowie von Umweltorganisationen unterstützt.
Die Beschwerdeführenden werden weitere juristische Schritte gehen, falls das Bundesumweltministerium dem Widerspruch nicht stattgibt.

Hierzu Walter Schumacher vom grenzübergreifenden Bündnis Stop Tihange: „Wir wissen, dass solche juristischen Maßnahmen viel Geld kosten können. Aber wir werden die Kraft dafür haben, weil es sicher viele Menschen gibt, die uns mit vielen – auch kleinen – Spenden unterstützen werden!“

Die Beschwerdeführenden werden von der Berliner Rechtsanwältin Frau Dr. Ziehm vertreten, die klarstellt: “Das Atomgesetz bezweckt, Leben, Gesundheit und Sachgüter umfassend vor den Gefahren der Kernenergie zu schützen. Die Kriterien, nach denen der Export von nuklearen Brennstoffen ins Ausland genehmigt werden darf, sind deshalb genau festgelegt. Es muss nachweislich gewährleistet sein, dass die genannten Schutzgüter durch die beabsichtigte Verwendung des „Exportguts“ nicht gefährdet werden. Dieser Nachweis kann für die alten Reaktoren des Atomkraftwerks Doel nicht erbracht werden.
Zum einen ergibt sich das aus der Auffassung des BMU als für die nukleare Sicherheit zuständiger oberster Behörde; zum anderen ist sogar höchstrichterlich die Rechtswidrigkeit des Betriebs von Doel 1 und 2 gerade wegen fehlender Prüfung der möglichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt festgestellt worden.
Die Ausfuhrgenehmigung nach Doel hätte nicht erteilt werden dürfen.”
(PM)
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siehe zum Thema auch =>
Brennelemente für belgisches AKW: Widerspruch gegen Doel-Belieferung
. . . www.taz.de . . . 19.04.2020
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AKW Doel in Belgien: Atomkraftgegner*innen wollen Export von Brennelementen aus Lingen juristisch stoppen

taz – Bericht vom 19.04.2020 =>
Brennelemente für belgisches AKW:
Widerspruch gegen Doel-Belieferung

Politisch kommt der angekündigte Exportstopp für deutsche Brennstäbe nicht voran. Jetzt versuchen es Aktivist*innen auf juristischem Weg. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 19.04.2020
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siehe zum Thema auch =>
Bundesregierung unterstützt illegalen Reaktorbetrieb in Belgien
. . . Publiziert am 26. März 2020 von antiatomeuskirchen
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Am 24. April 2020: Klima Demo im Netz

#NetzstreikFürsKlima – Jetzt online mitstreiken!
Zusammen mit Fridays For Future laut fürs Klima

Für Freitag, den 24. April rufen die Schüler*innen zum weltweiten digitalen Klimastreik auf. „Ab 12 Uhr sind wir per Livestream laut fürs Klima. Gemeinsam mit Tausenden Menschen zeigen wir: In Zeiten von Corona übernehmen wir Verantwortung und bleiben zu Hause. Aber die Klimakrise geht weiter – also auch unser Protest“, sagt Annika Rittmann von Fridays for Future.

#NetzstreikFürsKlima per Livestream am 24.04. um 12 Uhr hier:

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siehe auch homepage => www.klima-streik.org
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siehe zum Thema auch => www.campact.de
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Danke an alle Unterstützer*innen des Hambacher Forst

Gedanken zum 72. Waldspaziergang im Hambi am 5. April 2020, der wegen der Corona-VirusKrise so ganz anders war wie sonst . . .

(#hambibleibt • 72. Waldspaziergang im Hambacher Wald am 5. April 2020 • 07.04.2020)
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siehe auch => http://naturfuehrung.com/hambacher-forst
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und homepage der Wald-Besetzer*innen => https://hambacherforst.org
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Widersprüche zu Waldbränden um Tschernobyl

Es erinnert an die Informationspolitik zur Atomkatstrophe in Tschernobyl und in Fukushima: Widersprüche bestimmen das Bild.

(ARD-Tagesschau • Ukraine kämpft gegen Feuer bei Tschernobyl • 14.04.2020)
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siehe zum Thema auch =>
Tschernobyl: Flammen rund um den Sarkophag
• Seit mehr als einer Woche kämpfen ukrainische Feuerwehrleute gegen Waldbrände in der Sperrzone rund um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl.
• Obwohl die mehr als 400 Einsatzkräfte auch von Flugzeugen und Hubschraubern unterstützt werden, sind die Flammen noch immer nicht unter Kontrolle.
• Flammen und Rauch können in stark radioaktiv verseuchten Gebieten radioaktive Teile in die Luft und weiter „über große Distanzen tragen“, bestätigte die Nasa. . . . weiterlesen bei => www.sueddeutsche.de . . . 14.04.2020
sowie =>
Ukraine: Brand in Tschernobyl-Sperrzone unter Kontrolle
Um das ehemalige Atomkraftwerk herum gibt es keine offenen Brände mehr, teilen Behörden mit. Auch die Endlager von radioaktivem Abfall seien sicher. . . . weiterlesen bei => www.zeit.de . . . 14.04.2020
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siehe auch =>
Havariertes AKW Tschernobyl: Der radioaktive Wald brennt und sorgt für erhöhte Radioaktivität . . . Publiziert am 12. April 2020 von antiatomeuskirchen
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Havariertes AKW Tschernobyl: Der radioaktive Wald brennt und sorgt für erhöhte Radioaktivität

Am 26. April 1986 explodierte das AKW Tschernobyl.
Es war der atomare Super-GAU.

34 Jahre danach stellt nicht nur das AKW sondern auch der kontaminierte Wald eine noch immer bedrohliche Gefahr dar . . .

(Tschernobyl: Brand in der Sperrzone • 12.04.2020)
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siehe zum Thema auch =>
Feuer rund um Tschernobyl: Cäsium-137 auf dem Weg nach Kiew
Seit Tagen brennt es in der Sperrzone. Durch das Feuer gelangen radioaktive Teilchen in die Luft. Die Behörden trifft die Katastrophe unvorbereitet. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 12.04.2020
sowie =>
Der radioaktive Wald brennt
Das Risiko nach einem Super-GAU ist nie vorbei – zumindest nach realistischer, menschlicher Zeitrechnung. Das zeigt sich jetzt in Tschernobyl, wo unkontrollierte Waldbrände herrschen. In Fukushima wurde eine „kollektive Bestrahlung“ vermutlich um ein Jahr verschoben. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog . . . 09.04.2020
und =>
Waldbrand nahe Tschernobyl: Erhöhte Radioaktivität
Wie russische Aktivisten berichten, gibt es durch die Radioaktivität schwierige Umstände bei den Löscharbeiten . . . weiterlesen bei => www.oekonews.at . . . 12.04.2020
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Film-Tip: „Power to Change – Die Energierebellion“

Bitte anklicken zum Video / Doku, 90 min.:

(ARD-Mediathek • Verügbar bis 15.04.2021)

Die Zukunft der Energieversorgung der Welt ist dezentral, sauber und zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen möglich.
Das zeigt der Dokumentarfilm „Power to Change – Die Energierebellion“ von Carl-A. Fechner. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch ein Land, in dem Hunderttausende für die Energierevolution kämpfen.
Der Film ist ab sofort für ein Jahr in der ARD Mediathek abrufbar und wird am 15. April um 23:15 Uhr im Ersten gezeigt.
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Statt Ostermarsch bitte Online-Petition unterzeichnen: „Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten“

Die geplanten Ostermärsche fallen wegen Corona aus, damit auch die für Karfreitag geplanten Auftaktaktveranstaltungen in Gronau an der Urananreicherungsanlage (UAA) von URENCO und die Mahnwache in Jülich vor der ETC.
In Gronau wurde eine Mahnwache angemeldet. Das ist aber kein Ersatz für eine Demo.
Damit wir aber nicht völlig mundtot gemacht werden, gibt´s jetzt eine Online-Petition dazu bei „openPetition“, die auf breite Unterstützung wartet:

Ostermarsch-Appell Gronau/Jülich:
Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten

Urananreicherung ist zivil- wie friedenspolitisch extrem gefährlich. Aktuell verwischt die Trennlinie zwischen ziviler und militärischer Urananreicherung immer stärker. Das ist eine bedrohliche Entwicklung. . . . weiterlesen bei => www.antiatomeuskirchen.de . . . 30. März 2020
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Vor 60 Jahren fand in der Bundesrepublik der erste Ostermarsch der Friedensbewegung statt

Angesichts der Corona-Pandemie wird deutlich, was nach wie vor wirklich zählt: das Menschenrecht auf Leben und Gesundheit.
Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will – vorbei am Parlament und an der öffentlichen Debatte – 30 neue Kampfbomber für die US-Atomwaffen in Büchel einkaufen. Der Preis: 7,47 Milliarden Euro.
Für diese Summe könnten 60.000 Pflegekräfte, + 25.000 Ärzte + 100.00 Intensivbetten + 30.000 Beatmungsgeräte bezahlt werden.
„Wir Menschen brauchen weder Atomwaffen in Büchel noch Kampfbomber, sondern Abrüstung! Deshalb muss die Bundesregierung endlich dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten“, so Dr. Angelika Claußen von der IPPNW

Die ursprünglich für Karfreitag geplanten Ostermärsche zur Urananreicherungsanlage in Gronau und zur Uran-Zentrifugenfirma ETC in Jülich waren von den Veranstaltern abgesagt worden.
Jetzt wurde beim Ordnungsamt in Gronau eine Versammlungserlaubnis beantragt und genehmigt, wobei den ca. 20 angemeldeten Teilnehmer*innen Mundschutz empfohlen wird und mindestens 1,50 Meter Abstand zwischen den Beteiligten vorgesehen ist.
„Die jüngsten Proteste gegen einen Uranmülltransport von Gronau nach Russland haben am Montag gezeigt, dass auch in Corona-Zeiten öffentliche Proteste gegen die Atomindustrie verantwortungsvoll möglich sind. Gerade der in Gronau tätige Urenco-Konzern trägt mit seiner Urananreicherung zum Weiterbetrieb von AKWs in zahlreichen Ländern bei. Wichtig ist die enge Zusammenarbeit der Anti-Atomkraft-Bewegung und der Friedemsbewegung. Deshalb wollen wir unseren Protest morgen in Gronau gemeinsam deutlich machen. Eine überschaubare Mahnwache ist derzeit die passendere Aktionsform als ein Ostermarsch mit breiter Beteiligung. Und wir rufen auch dazu auf, mit einer Online-Petition von zu Hause aus gegen Atomanlagen und Atomwaffen aktiv zu werden, um in der aktuellen Situation lange Anfahrten nach Gronau zu vermeiden,“ erklärte Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt Gronau.

Urananreicherung ist der Schlüssel zu Atomwaffen

In der Gronauer Urananreicherungsanlage wird Natururan für den späteren Einsatz in Atomkraftwerken angereichert.
Der Urenco-Konzern, an dem u.a. RWE und EON beteiligt sind, hat für die Uranfabrik in Gronau eine unbefristete Betriebsgenehmigung.
Mit Uran aus Gronau werden Atomkraftwerke in Belgien, Frankreich, den USA, der Ukraine und in Kürze sogar in den Vereinigten Arabischen Emiraten betrieben.
Die Urananreicherung in Gronau erfolgt mit dem Uran-Zentrifugenverfahren, das grundsätzlich auch zur Produktion von Uran für Atomwaffen geeignet ist. Schon in seiner Zeit als Bundesaußenminister sagt der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Blick auf die Urananreicherung: „Diese aufwändige Technologie ist aber auch der Schlüssel zu Atomwaffen.“ Auch das iranische und pakistanische Atomprogramm basieren auf der Zentrifugentechnik von Urenco und ETC.

In Jülich ist die Enrichment Technology Company (ETC) ansässig,
ein Tochterunternehmen des Urenco-Konzerns und des französischen Atomkonzerns Orano.
Die ETC erforscht und entwickelt Zentrifugen für Urananreicherungsanlagen und baut sie auch.

Angesichts der zunehmenden kriegerischen Konflikte fordern die Initiatoren der Online-Petition von der Bundesregierung und der NRW-Landesregierung den Stopp der Uranreicherung und der Zentrifugenforschung sowie sämtlicher Uranexporte. Zudem setzen sie sich für ein sofortiges Ende des internationalen Wettrüstens ein sowie für den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag, der von der
Friedensnobelpreis-Organisation ICAN initiiert wurde.

Gronauer Uranmüll auf dem Weg nach Russland

Unterdessen wurden die 750 Tonnen Uranmüll, die Gronau am Montag unter Protest verlassen haben, in Amsterdam auf das russische Frachtschiff Mikhail Dudin verladen. Das Uranschiff verließ Amsterdam am Mittwochabend und ist nunmehr auf dem Weg nach Ust-Luga bei St.Petersburg, wo es am nächsten Dienstag erwartet wird. Von dort dauert es nochmal eine Woche, bis der Uranmüll per Bahn die geschlossene Atomstadt Novouralsk bei Ekaterinburg erreicht.
(Mit Material von PM)
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Urananreicherer Urenco: 750 Tonnen Uranmüll verlassen Gronau unter Protest

Demos mit offiziell verordneter Vermummungs-Pflicht

Unglaublich aber wahr: Trotz Corona-Krise hat ein Sonderzug am Vormittag des 06.04.2020 mit 15 Waggons und vermutlich insgesamt 750 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid aus der westfälischen Urananreicherungsanlage Gronau verlassen und ist jetzt auf dem Weg zur russischen Atomfabrik Novouralsk.

Auf der Bahnbrücke vor der Urananreicherungsanlage fand eine erste Mahnwache statt, an der sich abwechselnd rund 15 Demonstrant*innen beteiligten.
In Münster nahmen rund 50 Personen an einer Mahnwache teil.
Ironie an der Geschichte:
Alle Teilnehmer*innen waren offiziell verpflichtet, sich zu vermummen,
also „Mund und Nase mit einer Maske zu bedecken“. Na, das war ja das geringste Problem!
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„Das Verhalten des Urananreicherers Urenco ist unglaublich und verantwortungslos. Viele Betriebe müssen wegen der Corona-Pandemie erheblich zurückstecken, die Notfalldienste und Krankenhäuser sind voll eingespannt – und die Öffentlichkeit soll zu Hause bleiben. Doch Urenco besteht mitten in der Corona-Pandemie auf einem betrieblich völlig unerheblichen und gefährlichen Uranmülltransport nach Russland. Urenco stellt wirtschaftliche Erwägungen vor den Schutz der Allgemeinheit. Warum machen das Bundesinnenministerium und die NRW-Landesregierung mit?“ fragt Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA Münster.

Die Kritik an dem Uranmülltransport von Gronau nach Novouralsk ist groß:

Bereits am Donnerstag hatte die Stadt Münster vom Urenco-Konzern, der die Gronauer Urananreicherungsanlage betreibt, eine Aussetzung der Urantransporte während der Corona-Pandemie gefordert.
Die Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl und Oliver Krischer forderten Bundesinnenminister Horst Seehofer auf, nicht nur Castor-Transporte, sondern auch die jetzigen Urantransporte in Corona-Zeiten zu untersagen.
Auch die NRW-Landesvorsitzende der Grünen, Mona Neubaur, nannte den Transport „unverantwortlich“.
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel forderte ein „umfassendes Uranexport-Verbot“.
Auch Greenpeace fordert einen Transportstopp.
Im Vorfeld hatte das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen den verantwortlichen NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart und den Polizeibeauftragten der NRW-Landesregierung aufgefordert, für eine Untersagung des gefährlichen Uranmüllexportes zu sorgen. Eine Antwort gab es nicht.

Hintergründe:

Der Urenco-Konzern, an dem auch EON und RWE beteiligt sind, exportierte bereits von 1995 bis 2009 abgereichertes Uranhexafluorid aus der Urananreicherung als Atommüll zur Endlagerung nach Russland, um in Deutschland die wesentlich teurere Entsorgung des Uranmülls zu umgehen.
Aufgrund internationaler Proteste gab es dann eine zehnjährige Pause, bis im Frühjahr 2019 die Exporte insgeheim wieder aufgenommen wurden. Seither verließen jetzt insgesamt 12 Uranmüllzüge Gronau mit insgesamt mehr als 7000 t Uranhexafluorid.
(Mit Material von PM)
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Und nix vergessen: Ostermarsch-Petition unterzeichnen

Die geplanten Ostermärsche fallen wegen Corona aus, damit auch die für Karfreitag geplanten Auftaktaktveranstaltungen in Gronau an der Urananreicherungsanlage (UAA) von URENCO und die Mahnwache in Jülich vor der ETC.
Damit wir aber nicht völlig mundtot gemacht werden, gibt´s jetzt eine Online-Petition dazu bei „openPetition“, die auf breite Unterstützung wartet:

Ostermarsch-Appell Gronau/Jülich:
Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten

Urananreicherung ist zivil- wie friedenspolitisch extrem gefährlich. Aktuell verwischt die Trennlinie zwischen ziviler und militärischer Urananreicherung immer stärker. Das ist eine bedrohliche Entwicklung. . . . weiterlesen bei => www.antiatomeuskirchen.de . . . 30. März 2020
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Urananreicherer URENCO in Gronau: Uranmülltransport nach Russland trotz Corona

Urenco handelt wie immer unverantwortlich

Was will mensch von so einem Urananreicherungs-Konzern wie URENCO auch sonst erwarten:
Trotz aller Bedenken, so forderten Atomkraftgegner*innen sowie die Stadt Münster auf die geplanten Uranmülltransporte zu verzichten, will URENCO den näxten Transport trotz Corona-Krise am Montag, 06.04.2020, nach Novouralsk in Russland auf die Reise schicken.

Die Uranmüllzüge fuhren seit Frühjahr 2019 immer von Gronau über Steinfurt durch Münster und dann weiter via Drensteinfurt, Hamm, den Kreis Unna, das Ruhrgebiet, Duisburg, Viersen, Mönchengladbach, Venlo und viele niederländische Orte bis zum Hafen Amsterdam. Dort erfolgte die Verladung nach St. Petersburg.

Bei den letzten Uranmülltransporten hatten Atomkraftgegner*innen Ende 2019 zwei Uranmüllzüge zwischen Gronau und Münster mit Abseilaktionen für mehrere Stunden blockiert.
Die Proteste richten sich auch gegen die häufigen Urantransporte mit LKW, die mit dem Betrieb der Gronauer Uranfabrik verbunden sind.
Auch in Russland kam es in St. Petersburg, Moskau und sogar am Zielort in der abgeschotteten Atomstadt Novouralsk zu Protesten gegen die Uranmüllexporte.

Corona schlägt Vermummungsverbot

Dennoch wurden vor Gericht Proteste gegen den Transport durchgesetzt. Ironie an der Geschichte:
Alle Teilnehmer*innen sind offiziell verpflichtet, sich zu vermummen,
also „Mund und Nase mit einer Maske zu bedecken“. Na, das dürfte ja kein Problem sein!

Folgende Proteste sind geplant:

Die Klage vor dem Verwaltungsgericht Münster hat die Stadt Münster zum Einlenken bewogen.
Das heißt, die angemeldete Versammlung gegen den Uranmülltransport findet wie angemeldet am Montag, 06.04.2020 ab 11 Uhr auf dem Alfred-Krupp-Weg / Ecke Roddestraße (Höhe E-Center, Westseite Güterbahnhof) in Münster statt!
Das pauschale Versammlungsverbot wurde erfolgreich gekippt!
Auf der Brücke vor der Urananreicherungsanlage in Gronau findet eine Mahnwache von ca. 8-12 Uhr statt.
Vermummung nix vergessen!
• . . . und die Strecke ist lang . . .
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Und nix vergessen: Ostermarsch-Petition unterzeichnen

Die geplanten Ostermärsche fallen wegen Corona aus, damit auch die für Karfreitag geplanten Auftaktaktveranstaltungen in Gronau an der Urananreicherungsanlage (UAA) von URENCO und die Mahnwache in Jülich vor der ETC.
Damit wir aber nicht völlig mundtot gemacht werden, gibt´s jetzt eine Online-Petition dazu bei „openPetition“, die auf breite Unterstützung wartet:

Ostermarsch-Appell Gronau/Jülich:
Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten

Urananreicherung ist zivil- wie friedenspolitisch extrem gefährlich. Aktuell verwischt die Trennlinie zwischen ziviler und militärischer Urananreicherung immer stärker. Das ist eine bedrohliche Entwicklung. . . . weiterlesen bei => www.antiatomeuskirchen.de . . . 30. März 2020
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Demo zum 34. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl am AKW Tihange fällt aus!

Ostermarsch fällt aus wegen Corona!
Stattdessen Online-Petition =>
Ostermarsch-Appell Gronau/Jülich:
Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten

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=> 26. April 2020: Demo am AKW Tihange
. . . aus Anlass des 34. Jahrestags der Atomkatastrophe von Tschernobyl.
Fällt aus wegen Corona!
www.findunucleaire.be/de

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Am 26. April 1986 explodierte der Reaktorblock vier des Kernkraftwerks Tschernobyl.
Es war der atomare Super-GAU.

Rund einhundert Mal mehr Radioaktivität als bei den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki wurde freigesetzt und ganz Europa verstrahlt.
Das Reaktorgelände ist seitdem eine Großbaustelle und die Sicherung der Ruine stellt eine große Herausforderung dar.
(Text von WELT-Nachrichtensender)

Eine gute Übersicht über die Auswirkungen in Deutschland vermittelt dieses Tagesschau-Video:

Aber wir sind auch aktuell bedroht:


Eine Demo zum Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl am AKW Tihange musste leider wegen Corona-Virus abgesagt werden.
Unser Widerstand lässt jedoch nix nach . . .
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Ostermarsch-Appell Gronau/Jülich: Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten

Die geplanten Ostermärsche fallen wegen Corona aus, damit auch die für Karfreitag geplanten Auftaktaktveranstaltungen in Gronau an der Urananreicherungsanlage (UAA) von URENCO und die Mahnwache in Jülich vor der ETC.
Damit wir aber nicht völlig mundtot gemacht werden, gibt´s jetzt eine Online-Petition dazu bei „openPetition“, die auf breite Unterstützung wartet:

Ostermarsch-Appell Gronau/Jülich:
Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten

Urananreicherung ist zivil- wie friedenspolitisch extrem gefährlich. Aktuell verwischt die Trennlinie zwischen ziviler und militärischer Urananreicherung immer stärker. Das ist eine bedrohliche Entwicklung. Dabei spielen auch die Bundesregierung und die NRW-Landesregierung eine unverantwortliche Rolle: Unter ihrer Aufsicht und mit ihren Genehmigungen läuft im westfälischen Gronau eine international bedeutende Urananreicherungsanlage.
Im rheinischen Jülich werden dafür die notwendigen Uran-Zentrifugen erforscht und entwickelt – und der Bau ganzer Urananreicherungsanlagen (z. B. in den USA) vorbereitet. Der Erhalt und Ausbau der Urananreicherung trägt in Deutschland und weltweit zur unverantwortlichen Fortsetzung der Atomenergienutzung sowie zum neuerlich angeheizten nuklearen Wettrüsten bei.

Die Bundesregierung und die NRW-Landesregierung müssen deshalb die Urananreicherung in Gronau sowie die Zentrifugenforschung und -herstellung in Jülich sofort beenden. Zudem sollte die Bundesregierung den von der Friedens-Nobelpreisträgerin ICAN initiierten UN-Atomwaffenverbotsvertrag unverzüglich offiziell unterstützen. Die Zeit ist reif, die Großmacht-Politik der nuklearen Abschreckung endlich zu überwinden. Nur so lässt sich ein Atomkrieg verhindern!

Die Bundesregierung torpediert den angekündigten Atomausstieg:
Angereichert wird das Uran nämlich zeitlich unbefristet vom deutsch-niederländisch-britischen Atomkonzern Urenco – deutsche Anteilseigner sind RWE und EON. Das Uran wird für Brennelemente verwendet, die u. a. in den hochgefährlichen Rissereaktoren Tihange und Doel in Belgien, aber auch für AKW im Kriegsgebiet der Ukraine und aktuell zudem für neue Reaktoren in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Persischen Golf eingesetzt werden. Die deutsche Brennelementefabrik des französischen Staatskonzerns EDF arbeitet dafür ebenfalls zeitlich unbefristet im emsländischen Lingen. Und die Jülicher Zentrifugenfirma ETC ist ein Joint-Venture zwischen Urenco und dem französischen Staatskonzern Orano.

Urenco betreibt im niederländischen Almelo, im britischen Capenhurst sowie in Eunice in den USA weitere Urananreicherungsanlagen. Nach dem russischen Staatskonzern Rosatom ist Urenco der weltweit zweitgrößte Urananreicherer – von Atomausstieg keine Spur!

Don’t nuke the climate! –
Atomkraft löst kein Klimaproblem!

Uranabbau und Urananreicherung sind sehr energieintensiv und sind in der Regel mit hohem CO2-Ausstoß verbunden. Allein Urenco erzeugt laut Geschäftsbericht 2019 jährlich rund 220.000 t CO2. Atomenergie macht weltweit nur einen kleinen Teil der Stromerzeugung aus und kann andere fossile Energieträger deshalb überhaupt nicht ersetzen.

Das Atommüllproblem ist bei allen Atomanlagen ungelöst – so auch bei den Urananreicherungsanlagen. Mit dem aktuellen Export von Tausenden Tonnen Uranmüll von Gronau nach Russland werden die Probleme und Gefahren nur verlagert. Die Uranmüllexporte müssen von der Bundesregierung und der NRW-Landesregierung sofort gestoppt werden!

Bundesregierung unterstützt atomares Wettrüsten!

Derzeit will der Urenco-Konzern mit Zustimmung der deutschen Anteilseigner RWE und EON sowie der Bundesregierung in den USA in das Geschäft einer zivil wie militärisch äußerst brisanten Höheranreicherung auf 19,75% U 235 für neue, mobile Klein-Reaktoren einsteigen. Die Zentrifugentechnik dafür soll die Urenco-Tochter ETC in Jülich liefern. US-Medien berichten, dass es bereits hochrangige Gespräche zwischen Urenco und dem Pentagon gibt – mit voller Billigung der Bundesregierung!

Das unterstreicht die militärische Bedeutung der angeblich zivilen Urananreicherung. Deutschland heizt so das nukleare Wettrüsten mit an, anstatt auf friedliche und nicht-nukleare Optionen zu setzen. Immer deutlicher äußern deutsche Politiker atomare Ambitionen, zum Teil in Zusammenspiel mit dem französischen Präsidenten Macron. Das ist brandgefährlich.

Friedliche Konfliktlösung & Atomausstieg statt Eskalation und Wettrüsten!

Umso wichtiger ist es, auf zivile Konfliktlösungen und ein Ende der Atomenergienutzung setzen. Die sofortige Beendigung der Urananreicherung, der Zentrifugenforschung in Jülich sowie der Brennelementefertigung in Lingen sind ein zentraler Schlüssel, um den „einfachsten Weg zur Atombombe“ zu verbauen und die Belieferung von Risiko-AKW mit angereichertem Uran zu unterbinden.
Die Bundesregierung und die NRW-Landesregierung müssen jetzt handeln!
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hier geht´s zur Petition =>
Ostermarsch-Appell Gronau/Jülich:
Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten

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siehe auch ursprünglichen Aufruf für Karfreitag, 10. April 2020 (fällt aus wg. Corona-Virus) =>
Ostermärsche in Gronau und Jülich gegen die Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau & die Enrichment Technology Compagnie (ETC) Jülich
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